Umfangreiche Sanierungsarbeiten laufen derzeit beim Kindergarten Max und Moritz im Ortsteil Oberuhldingen, Linzgaustraße 10: Hier wird insbesondere das Dach des 1993 erbauten Altbaus saniert, um eine bessere Wärmedämmung als bisher zu erreichen. Die Kosten belaufen sich auf rund 174 000 Euro brutto. "Wir werden rund acht Tonnen Kohlendioxid pro Jahr einsparen. Bei einer angenommenen Lebensdauer von 30 Jahren insgesamt sind das 240 Tonnen", freut sich Peter Gress vom Bauamt.

Wie der Sachgebietsleiter des Hochbauamtes weiter erläutert, war das 660 Quadratmeter umfassende Dach nur mit einer zwölf Zentimeter starken Dämmung, die zum größten Teil auf den abgehängten Decken der Gruppenräume aufliege, und mit einer Zwischensparrendämmung ausgebaut gewesen. Der umlaufende Gesimskasten an der Traufe sei überhaupt nicht gedämmt gewesen, weshalb ungehindert kalte Luft unter das Dach habe eindringen können. Gress: „Der ganze Dachraum war immer kalt. Im Prinzip wurde alles oben rausgeheizt.“ Eine Unterspannbahn sei bisher nicht vorhanden gewesen, teilweise sei eine Gitterfolie eingebaut gewesen. „Selbst unter den Platten ist diese verwittert“, erklärt Gress.

Die künftige Dämmung entspricht den neuesten Richtlinien der Energieeinsparverordnung: Zusätzlich zur bestehenden Dämmung wird noch eine 16 Zentimeter breite Dämmung eingebaut. Außerdem wird der bisher nicht überdachte Treppenabgang zum Heizraum überdacht, weil hier bei starken Regenfällen Wasser in den Heizraum eingedrungen war.

Renovierungen gab es auch im Innenbereich. Mittlerweile sind die Möbel wieder in den Gruppenräumen untergebracht.
Renovierungen gab es auch im Innenbereich. Mittlerweile sind die Möbel wieder in den Gruppenräumen untergebracht. | Bild: Holger Kleinstück

Anstelle des Gesimskastens wird es künftig einen Dachvorsprung geben, weil dadurch nach Ansicht des Bauamtes die Fassade besser geschützt werden kann. Das Dach wird mit Betondachsteinen wie bisher eingedeckt, zusätzlich erhält es ein Fenster. Doch damit werden die Arbeiten noch nicht beendet sein. „Als nächsten Schritt müssen wir an die Fassade gehen, weil die Fensterelemente nicht mehr der Wärmeschutzverordnung entsprechen. Wir müssen jetzt eins nach dem anderen machen", sagt Gress.

Bereits im Vorjahr hatten sämtliche Gruppenräume des Altbaus einen neuen Fußboden erhalten, in diesem Jahr war es der 250 Quadratmeter messende Flur, der die Verbindung zum 2007 erstellten ersten Anbau herstellt. "Nicht einfach", so Gress weiter, sei es gewesen, innerhalb von drei Wochen, während die Kinder Ferien haben, alles zu bewerkstelligen.

Schließlich seien ja auch Handwerkerferien, fügt er an. Am gestrigen Montag ist der Betrieb des Kindergartens wieder gestartet; die Innenarbeiten sind abgeschlossen, doch die Dacharbeiten werden nach Einschätzung von Gress noch rund drei Wochen in Anspruch nehmen.

 

Der Kindergarten

Der erste Bauabschnitt des Kindergartens Max und Moritz, der zurzeit saniert wird, wurde im Jahre 1993 errichtet. Ansteigende Kinderzahlen und andere Anforderungen an die Betreuungszeiten hatten die Gemeinde Uhldingen-Mühlhofen veranlasst, den Kindergarten zu vergrößern. Im Zuge einer elfmonatigen Erweiterung im Jahre 2007 wurde der Kindergarten Regenbogen im Ortszentrum von Oberuhldingen geschlossen und in den zweigruppigen, 1,1 Millionen teuren Anbau im Passivhausstandard integriert. Um zusätzliche Kleinkindgruppen aufnehmen zu können, wurde ein zweiter Anbau im Passivhaustandard im Februar 2015 in Betrieb genommen. Dieser 1,3 Millionen teure Neubau bietet Platz für drei Gruppen à zehn Kinder unter drei Jahren. Derzeit gibt es unter Leitung von Marion Dörfler, 20 Erzieherinnen, einer Integrationsfachkraft, einer Aushilfe und einer Auszubildenden sieben Gruppen mit 121 Betreuungsplätzen – davon 22 Betreuungsplätze für Kleinkinder.