Sie trat bereits mit Emmylou Harris, Sarah McLachlan und Ingrid Michaelson auf und spielte als Support-Künstlerin für Größen wie Joe Walsh, Ritchie Havens, Linda Perry, Bob Schneider und The Counting Crows. Nun gab die Irin Liz Clark zum Abschluss ihrer zweieinhalbwöchigen Deutschlandtournee ein Hautnah-Konzert in der Alten Fabrik. Begleitet wurde sie von Schlagzeuger Timo Weber und dem Gitarristen Carsten Nothof, beide extra für Clarks "August Tour Germany" engagiert.

Weber war bereits 2015, beim ersten Auftritt Clarks in der Alten Fabrik mit dabei, Nothof, ein Freund und Studienkollege Webers, tourte zum ersten Mal mit der irischen Singer-Songwriterin.

Liz Clark hat ein Faible für poppig inspirierten Folk mit Country-Elementen. Dabei versteht sie es meisterlich, ihren musikalischen Dioramen einen dramaturgischen Rahmen zu verleihen, indem sie mit einer ausgewogenen Mischung aus virtuosem Gitarrenspiel und grandioser, charismatischer Stimme besticht. Ihr Mezzosopran erreicht klirrend klare Höhen, sie spielt hoch konzentriert und berauschend, während sie sich in ihre wunderschönen, zum Teil sehr privaten Songs hineingroovt. Darunter fanden sich auch einige neue Lieder, wie das höchst eingängige "Stainless".

Markus Heller aus Oberuhldingen äußerte sich völlig überwältigt: "Was für eine Stimme. Ich hätte ein solches Konzert direkt vor meiner Haustüre nie und nimmer erwartet." Zwischen den Stücken interagierte Clark mit dem Publikum, erzählte die Geschichte vom Zoll in Leipzig, der ihre mitgebrachten CDs für vier Wochen beschlagnahmte: "Was soll das? Ich bin nur zweieinhalb Wochen auf Tour und bei der Freigabe längst wieder zurück in Irland."

Doch Not macht erfinderisch und so ließ die Sängerin im nächsten Copy-Shop Raubkopien der eigenen CDs anfertigen. Eine limitierte Auflage, die Clark mit ihrem Autogramm versehen noch mal im Wert steigerte. Nach zwei Stunden Vollgas und einer Zugabe, die Clark ihrer Frau Tessa Perry und den beiden gemeinsamen Kindern widmete, gab es großen Applaus für eine Künstlerin, die ungekünstelt daher kam und im Anschluss ans Konzert ihre "illegalen" CDs signierte.