50 Museen aus dem Land nahmen am Wettbewerb teil. Dies berichtet die Staatliche Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg. Geschäftsführer Georg Wacker kommentiert die Entscheidung der Jury so: "Die Macher des Pfahlbaumuseums leisten seit vielen Jahrzehnten hervorragende Arbeit. Sie ruhen sich nicht auf ihrem Erfolg aus, sondern setzen immer wieder interessante neue Akzente. Der große Zuspruch gibt den Verantwortlichen recht." Das Museum habe sich am Bodensee etabliert. "Das ist eine beeindruckende Leistung, die wir gerne mit unserem Museumspreis ehren", erklärt Wacker.

Getragen vom Verein für Pfahlbau- und Heimatkunde, erforscht das Museum das Weltkulturerbe der Pfahlbauten und damit die menschliche Urgeschichte im Bodenseeraum. Bei der Jury punktete es mit der Kombination aus traditionellen und innovativen Vermittlungsmethoden sowie seiner wissenschaftlichen Fundierung. Jan Merk, Präsident des Museumsverbandes und Juror, erläutert: "Die Verantwortlichen setzen in Unteruhldingen alles daran, der Öffentlichkeit die neuesten Erkenntnisse der Archäologie zugänglich zu machen. Sie scheuen sich auch nicht davor, ihr Museumskonzept regelmäßig zu hinterfragen und anzupassen." Und weiter: "Was oft in Vergessenheit gerät: Das Pfahlbaumuseum ist vollständig vereinsgetragen mit kleinem Team und ohne Landesförderung." Als vorbildlich empfand die Jury die museumspädagogische Arbeit, die sich speziell an Schulklassen richtet. Dass der Preis an ein archäologisches Museum verliehen wird, spiegele die Vielfalt der Museumslandschaft wider.

Der Extra-Preis geht an das vereinsgetragene Jüdische Museum Gailingen am Hochrhein. Die Einrichtung sei der Beweis dafür, dass auch kleine Museen mit viel ehrenamtlichem Engagement und Herzblut Museumsarbeit auf höchstem Niveau leisten könnten, lobte die Jury. Religion und Kulturgeschichte seien in Gailingen hervorragend