248 Straftaten hat das Polizeirevier Überlingen im vergangenen Jahr in Uhldingen-Mühlhofen registriert. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Rückgang um acht Prozent. „Die Entwicklung ist durchaus positiv“, sagte Polizeihauptkommissar Günter Hornstein. Der Leiter des Polizeireviers Überlingen stellte gemeinsam mit Polizeihauptkommissar Egon Haak, Leiter des Polizeipostens Meersburg, die Zahlen zur örtlichen Sicherheits- und Kriminalitätslage im Gemeinderat vor.

Besonders erfreut zeigte sich Günter Hornstein darüber, dass die Aufklärungsquote mit 71,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen ist: 2017 lag sie bei 60 Prozent. Damit sei sie höher als die Quote des Bodenseekreises, die 63,3 Prozent betrage, erläuterte Hornstein dem Gremium.

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„In Uhldingen-Mühlhofen leben Sie sehr gut und sicher“

Und auch bei der Häufigkeit der Straftaten, sprich Anzahl der Straftaten gerechnet auf 100 000 Einwohner, welche eine Aussage über die individuelle Kriminalitätsbelastung einer Gemeinde und damit das subjektive Sicherheitsgefühl macht, liegt Uhldingen-Mühlhofen mit einer Häufigkeitsquote von 2993 deutlich unter dem Durchschnitt aller Gemeinden im Bodenseekreis mit einem Wert von 4360. „In Uhldingen-Mühlhofen leben Sie sehr gut und sicher“, unterstrich Günter Hornstein.

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Die Delikte verübten 157 Tatverdächtige, 22 mehr als im Jahr zuvor. Als „ganz positive Entwicklung“ im Fünfjahresvergleich stellte der Polizeirevierleiter den markanten Rückgang von Diebstählen heraus: 2018 waren es 48 gegenüber 87 im Vorjahr. Für die deutliche Reduzierung der Fahrraddiebstähle von 20 auf sechs habe er „keine Erklärung“, so Hornstein.

Warum man vor der Abreise in den Urlaub die Rollläden oben lassen sollte

Sorgen bereite ihm die Verdopplung der Wohnungseinbruchsdiebstähle von drei auf sechs. Hornstein bezeichnete die dabei entstehende psychische Belastung als schwerwiegender als den materiellen Schaden und appellierte an die Bevölkerung, Maßnahmen zur Prävention zu ergreifen. Er riet, vor der Abreise in den Urlaub nicht die Rollläden zu schließen. Des Weiteren solle man dafür sorgen, dass der Briefkasten in der Zeit der Abwesenheit nicht überquillt.

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Warnung vor Enkeltrick und falschen Gewinnversprechen im Internet oder am Telefon

Auch die im Trend liegenden Betrugsdelikte, deren Zahl von 33 auf 51 gestiegen ist, bereiten ihm Sorge, sagte Hornstein. Dazu zählten beispielsweise falsche Gewinnversprechen oder der Enkeltrick. Der Polizist riet dazu, das persönliche Umfeld entsprechend zu sensibilisieren.

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Gleich geblieben ist mit 25 die Anzahl der Rauschgiftdelikte. „Es gibt aber keine offene Drogenszene in Uhldingen-Mühlhofen“, betonte Hornstein. Vielmehr handele es sich um Erwerbsdelikte. Die Aufklärungsquote betrage 96 Prozent.

Wegen Personalsituation: „Bei der Kür müssen wir etwas abspecken“

Hornstein sprach auch die personelle Situation bei der Polizei an. Er sagte, dass man die Pflichtaufgaben weiterhin uneingeschränkt erfüllen könne, „bei der Kür müssen wir aber etwas abspecken“. Hornstein nannte als Beispiel Hinweise auf Ruhestörung, denen man nicht sofort nachgehen könne. „Aber im Notfall sind wir da.“ Gemeinderat Wolfram Klaar (SPD) beanstandete die seiner Meinung nach zunehmende Disziplinlosigkeit im Autoverkehr. Auf die Frage von Ute Stephan (BuF), was man als Bürger tun könne, antwortete Hornstein: „Zumindest das Kennzeichen notieren und uns melden.“