"Wir haben auf Medienanfragen jederzeit gesagt, wie viele Menschen wo in Gemeinschaftsunterkünften leben", streicht Robert Schwarz, Pressesprecher des Landratsamtes, in einer Mail als Reaktion auf den Bericht von Samstag heraus. Schwarz wurde im Bericht mit der Aussage zitiert, dass es zu viel Aufwand bedeuten würde aufzulisten, wie viele Flüchtlinge wo im Bodenseekreis in welcher Gemeinschaftsunterkunft untergebracht sind. Das sei nicht richtig, sein Zitat sei aus dem Zusammenhang gerissen, so Schwarz. "Auch Abgeordneten und jedem anderen, der uns danach fragt, geben wir diese Informationen."

Seine Aussage habe sich vielmehr auf eine Medienanfrage bezogen, in der danach gefragt wurde, wie viele Menschen der Landkreis jeweils in den zurückliegenden fünf Jahren in allen Gemeinden des Bodenseekreises untergebracht hat. Schwarz: "Das wäre in der Tat viel Aufwand. Eine solche Übersicht würde allenfalls zeigen, dass die Flüchtlinge in den Jahren vor der Krise in wenigen Gemeinden wie Überlingen, Kressbronn, Markdorf und Friedrichshafen untergebracht worden sind und Uhldingen-Mühlhofen viele Jahre davon völlig unberührt war."