Zum zweiten Mal lockte die Hochzeitsmesse des Brautateliers Weber zahlreiche Heiratswillige in das Auto- und Traktormuseum in Gebhardsweiler. Von Stockach bis Friedrichshafen – Organisatorin Renate Weber setzte bei den über 20 Ausstellern auf Regionalität. Dieser Schwerpunkt kam bei den Besuchern an. "Wenn man alles regional planen möchte, hätte man hier die perfekte Plattform", sagte Antonja Humpert aus Meersburg. Bevor sie im Juni vor den Traualtar treten wird, suchte sie bei der Messe nach dem perfekten Brautkleid. "In diesem Jahr ist nach wie vor Spitze sehr beliebt", erklärte Renate Weber aus Salem. Das klassische Weiß werde jedoch von Nude-Tönen abgelöst. Während sie im vergangenen Jahr selbst noch über die Messe flanierte, präsentierte Tanja Stärk in diesem Jahr als Model ihr Brautkleid: "Das ist eine einmalige Gelegenheit, sich noch einmal in diesem schönen Ambiente als Braut zu fühlen." Für die Ausstattung der Herren stand Johannes Binzberger aus Friedrichshafen bereit.

Über die große Nachfrage freute sich Kosmetikerin Gabi Duttlinger aus Salem. Sie kümmerte sich vor Ort um das Make up der Brautmodels, die in Modenschauen den ganzen Tag die aktuelle Kollektion präsentierten. "Die Braut sollte trotz Schminke sie selbst bleiben", sagte Duttlinger.

 

Mädchen träumen auf der Messe schon von der eigenen Hochzeit

 

Bei der Messe tummelten sich aber nicht nur angehende Bräute, sondern auch Mädchen, die noch von ihrer Hochzeit träumten. Louisa Stehle aus Neufrach war mit ihrer Mutter Corinna zur Messe gekommen. "Die Kleider und Frisuren sind einfach wunderschön", sagte die Elfjährige. Kurzerhand ließ sie sich von Friseur Hair'n more aus Überlingen eine Hochsteckfrisur machen.

Eine besondere Form der Trauung stellte CMS-Schifffahrt aus Überlingen vor. Auf dem Schiff kann man mit einer ortsansässigen Standesbeamtin in den Hafen der Ehe schippern. "Die Messe bietet uns die Gelegenheit, diese Idee zu verbreiten", sagte Clemens Mauch, der zum ersten Mal bei der Messe vertreten war.

 

Feuerwerk als Höhepunkt der Hochzeit sehr beliebt

 

Als Höhepunkt einer Hochzeit ist mittlerweile ein Feuerwerk kaum noch wegzudenken, das konnte auch Pyrotechniker Jörg Rüdiger aus Uhldingen-Mühlhofen bestätigen. Je nach Location müsse in einem Beratungsgespräch geklärt werden, wie groß das Feuerspektakel ausfallen kann.

Für ein Feuerwerk der Gefühle sorge eine Hochzeit immer, weiß Traurednerin Christiane Linke. Bereits in manchen Gesprächen bei der Messe kullerten bei den angehenden Brautpaaren die Tränen. Die freie Theologin freute sich über das große Interesse an der freien Trauung. "Viele Paare möchten ihren Trauredner nicht im Internet kennenlernen und per Klick zur Hochzeit bestellen, sondern wünschen sich eine Ansprechperson um die Ecke", erklärte die Salemerin. In persönlichen und ausführlichen Vorgesprächen möchte sie herausfinden, was jedes Paar voneinander unterscheidet. "Jede Trauung sollte etwas Individuelles sein", sagte Linke. Als sehr begehrtes Hochzeitsdatum gelte in diesem Jahr der 18. August. Ihre Favoriten seien am Bodensee aber die Monate April und September, die seien erfahrungsgemäß am sonnigsten.