Autoreifen, Sonnenschirm, Wasserski, Eimer, Schilder, Badehosen und sogar eine Schiffsschraube: Die Ausbeute der großen Hafenputzete in Unteruhldingen konnte sich wahrlich sehen lassen. Insgesamt haben 17 Taucher des Tauch-Sport-Clubs Friedrichshafen den Grund des Hafenbeckens abgesucht. In zwei Tauchgängen wurde dann teilweise mit Stofftaschen in der Hand auch kleinteiliger Müll eingesammelt.

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Gemeinde stellt einen Container und entsorgt Müll

Die Aktion gab es zum ersten Mal. „Der Hafenmeister Robert Schwarz und ich hatten schon länger die Idee zu so einer Aktion“, erklärt Herbert Pfeiffer aus Ravensburg, der im Unteruhldinger Hafen sein großes Tauchboot liegen hat, mit dem er Tauchfahrten anbietet. „Da ich selbst im Tauch-Sport-Club Friedrichshafen Mitglied bin, habe ich dort nachgefragt, ob die Kollegen mitmachen würden.“

Schnell kristallisierte sich heraus, dass die Aktion großen Anklang findet. „Als wir dann bei der Gemeinde angefragt haben, bekamen wir auch sofort grünes Licht“, fügt Robert Schwarz hinzu. „Mehr noch: Es wurde zugesagt, dass ein Container gestellt und der gefundene Müll entsorgt wird.“

Ein Gruppenbild vor dem Start: Hier sind die die meisten Helfer versammelt, die beim Startschuss der Hafenputzete in Unteruhldingen mit dabei waren.
Ein Gruppenbild vor dem Start: Hier sind die die meisten Helfer versammelt, die beim Startschuss der Hafenputzete in Unteruhldingen mit dabei waren. | Bild: Reiner Jaeckle

Bei der Umsetzung waren allerdings Mitglieder weiterer Vereine mit dabei. So engagierten sich außerdem aus Unteruhldingen der Motor-Schiffer-Club, der Segelclub und der Wassersport-Verein. Sie unterstützten die Taucher auf Booten und an Land, um den gefunden Müll entgegenzunehmen. Selbst Kinder halfen bei der Aktion mit.

Mit-Initiator Herbert Pfeiffer (rechts) hilft einem Taucher, seinen Handschuh anzuziehen, bevor er ins Wasser springt.
Mit-Initiator Herbert Pfeiffer (rechts) hilft einem Taucher, seinen Handschuh anzuziehen, bevor er ins Wasser springt. | Bild: Reiner Jaeckle

Bei herrlichem Sonnenschein und vor einer atemberaubenden Alpen-Kulisse starteten die Taucher um 10.30 Uhr. Mit ihrer mindestens 50 Kilogramm schweren Ausrüstung sprangen sie einer nach dem anderen in das Hafenbecken. Einer war sogar mit einem Kunststoff-Einkaufskorb unterwegs. Alle Beteiligten hatten sichtlich Spaß. Vor allem, wenn mal wieder etwas Außergewöhnliches an Land gezogen wurde.

Christian Bernhardt ist mit einem Kunstoffeinkaufskob unterwegs.
Christian Bernhardt ist mit einem Kunstoffeinkaufskob unterwegs. | Bild: Reiner Jaeckle

Dass die Aktion auch einen geselligen Rahmen bekam, dafür sorgten zahlreiche Spender. So stellten beispielsweise Edeka Knoblauch und der Mainaublick Getränke zur Verfügung, Rothaus ließ ein Fass Bier springen, der Winzerverein Meersburg stellte ein paar Weinflaschen zur Verfügung, Robert Schwarz besorgte Grillwürste und private Spender brachten Kuchen und sogar einen Braten mit.

Karl-Heinz Weltz: "Es war eine rundum gelungene Aktion"

"Es war eine rundum gelungene Aktion", freute sich unter anderem der Abteilungsleiter des Tauch-Sport-Clubs Friedrichshafen, Karl-Heinz Weltz. „Wir freuen uns, dass wir durch unsere Hilfe etwas dazu beitragen konnten.“ Mit-Initiator Herbert Pfeiffer war ebenfalls rundum glücklich: „Die Rechnung ist absolut aufgegangen, das Wetter war perfekt und der Spaß war auch noch dabei. Was will man mehr?"

Björn Knoblauch aus Unteruhldingen mit zwei spektakulären Funden: einer Schiffsschraube eines Segelbootes und einem Schild "Tretbootfahren verboten".
Björn Knoblauch aus Unteruhldingen mit zwei spektakulären Funden: einer Schiffsschraube eines Segelbootes und einem Schild "Tretbootfahren verboten". | Bild: Reiner Jaeckle