Der vorhandene Landwirtschaftsweg zwischen dem Neubaugebiet Ottenbohl 2 in Mühlhofen und dem Riedweg in Oberuhldingen soll aufgewertet werden. Voraussetzung: Der Eigentümer, die Deutsche Bahn, muss damit einverstanden sein.

Antrag kam von der SPD

Die Kosten für eine hochwertige Instandsetzung belaufen sich auf rund 20.000 Euro. Die als Alternative vorgeschlagene Asphaltierung fand aufgrund der deutlich höheren Kosten (mehr als 133.500 Euro) keine Zustimmung im Gemeinderat. Ein Antrag, den Weg zur Ermöglichung beziehungsweise Erleichterung des Fahrrad- und Fußgängerverkehrs mit einer Asphaltdecke zu versehen, kam von der SPD.

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Ortsbaumeister Norman Zieger erläuterte, dass der Zustand des Weges gerade noch ausreichend sei. „Es befinden sich zahlreiche Auswaschungen, Schlaglöcher und Vertiefungen in den Fahrspuren“, sagte er. Eine Asphaltierung setze eine entsprechend lange Verhandlungs- und Genehmigungszeiträume voraus, da die Gemeinde nicht Eigentümer sei. „Außerdem befinden sich direkt angrenzend zahlreiche Biotope, die erhebliche Umsetzungsrisiken bedeuten und zusätzlich Ausgleichsmaßnahmen erforderlich machen können“, so der Ortsbaumeister.

Gefräst, neu planiert und verdichtet

Regierungspräsidium und Landratsamt, Stabstelle Radverkehrskoordinator, würden keine Fördermöglichkeit sehen, da es sich um keinen überörtlichen Radweg handele. Das Umweltamt wolle eine bituminöse Befestigung nicht ausschließen. Zieger sagte weiter, dass auch eine hochwertige Instandsetzung des ganzen Weges denkbar sei. „Dabei wird die Oberfläche gefräst, neu planiert und verdichtet“, erklärte er. Die Kosten seien überschlägig auf rund 20.000 Euro geschätzt worden.

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Gemeinderat Wolfram Klaar (SPD) sagte, der Wege sollte künftig gut nutzbar sein, auf eine Asphaltierung wolle er sich nicht versteifen. „Ich kann mit einer befestigten Version leben.“ Deutlich gegen Asphalt sprach sich Gabriele Busam aus: "Das muss ein Spazierweg bleiben und soll keine Abkürzung für Radler darstellen. Eine ordentliche Verdichtung genügt.“ Erwin Marquart (CDU) sagte, der Weg werde als Fahrradweg gut genutzt, er stelle eine Entlastung für den Fahrradweg neben der Landesstraße 201 dar.

Absperrung ist nicht möglich

„Bituminös befestigt muss er aber nicht sein.“ Wolfgang Metzler (BuF) sprach von einem Schleichweg und votierte für ein Verbotsschild für Autos. Bürgermeister Edgar Lamm wies abschließend darauf hin, dass eine Absperrung des Weges nicht machbar sei, weil dieser als Wirtschaftsweg für die Landwirtschaft befahrbar sein müsse.