„Musik, die begeistert“: Unter diesem Motto ist das gemeinsame Jahreskonzert der Musikvereine Oberuhldingen und Mühlhofen und der Jugendkapelle Uhldingen-Mühlhofen gestanden. Der Abend wurde zum vollen Erfolg. Den kräftigen Applaus des Publikums sowie die hohe Besucherzahl in der Lichtenberghalle werteten die Aufführenden als Zuspruch für ihre Darbietungen. Durch den Auftritt wurde auch die Zusammenarbeit zwischen Musikvereinen und Musikschule deutlich.

Moderatoren stellen Stücke und Komponisten vor

Aufgelockert wurde die Veranstaltung durch die drei Moderatoren, die die Musikliteratur und Komponisten vorstellten: für Mühlhofen Siggi Burgermeister, für Oberuhldingen Leonie Oßwald, Verena und Franziska Rominger.

Die Jugendkapelle Uhldingen-Mühlhofen unter Leitung von Claudia Jope beschritt erfolgreich das Terrain der modernen Blasmusik.
Die Jugendkapelle Uhldingen-Mühlhofen unter Leitung von Claudia Jope beschritt erfolgreich das Terrain der modernen Blasmusik. | Bild: Holger Kleinstück

Den Auftakt machte die Jugendkapelle der Musikschule unter dem Dirigat der Musikschulleiterin Claudia Jope. Die Kapelle ist ein Gemeinschaftsprojekt der beiden Musikvereine und der Musikschule. In der Kapelle soll und darf der Nachwuchs aller drei Institutionen mitspielen.

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„Fast junge Musiker“ verstärken Nachwuchskapelle

Musikalisch verstärkt wurden die jungen Musiker bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt von ein paar „fast jungen Musikern“ der beiden Vereine, wie es Marco Knoblauch von der Trachtenkapelle Oberuhldingen augenzwinkernd ausdrückte. Mit Bravour bewältigten die jungen Musiker Werke wie „Also sprach Zarathustra“ oder Melodien von Andrew Lloyd Webber und beschritten erfolgreich das Terrain der modernen Blasmusik.

Die zweite Dirigentin Alice Hochstein leitete den Musikverein Mühlhofen mit Ausnahme eines Stücks.
Die zweite Dirigentin Alice Hochstein leitete den Musikverein Mühlhofen mit Ausnahme eines Stücks. | Bild: Holger Kleinstück

Günter Stumpf dirigiert nach 30 Jahren erstmals nicht

Eine neue Ära wurde beim Musikverein Mühlhofen eingeläutet: Die Leitung hatte nicht etwa Günter Stumpf, wie dies in den zurückliegenden 30 Jahren war, sondern seine Stellvertreterin Alice Hochstein. Die junge Dirigentin ließ es richtig krachen, ließ die Musiker zu einer Einheit verschmelzen. Das wurde besonders bei der monumentalen Komposition „Dramatic Tales – Die Sage vom Todten Moos“ offenbar, in der barocke Formen wie die Fuge, kirchenmusikalische Wendungen sowie Rhythmen aus Pop und Hardrock abwechselten. Nach der Zugabe, dem Marsch „Steigerlied“, durfte Stumpf dann aber beim Konzertmarsch „Mars der Medici“ doch noch den Taktstock schwingen.

Wendelin Geßler (links) und Bernd Lutz am Bass des Musikvereins Mühlhofen.
Wendelin Geßler (links) und Bernd Lutz am Bass des Musikvereins Mühlhofen. | Bild: Holger Kleinstück

Am Ende kommt der Gastgeber aus Oberuhldingen auf die Bühne

Zum Abschluss kam mit dem Musikverein Oberuhldingen der Gastgeber auf die Bühne. Unter dem temperamentvollen Dirigat von Florian Graf, der immer wieder impulsive Luftsprünge einstreute, stachen insbesondere „Bohemian Rhapsody“ der Rockgruppe Queen und „Stairway to heaven“ von Led Zeppelin hervor, zwei Rocksongs, die regelmäßig auf Platz eins und zwei in der Jahreshitparade des Südwestrundfunks landen.

Bei „The Second Waltz“ wurde das Publikum zum Mitsingen aufgefordert, in „Against all odds“ glänzte Patrick Scheidegg am Saxofon, bevor die Aufführungen in der beschwingten Zugabe „Petersburger Schlittenfahrt“ gipfelten. Lang anhaltender Applaus war Ausdruck größter Anerkennung an die Aufführenden und deren wochenlange Probenarbeit.