Einander begegnen, sich austauschen, mit Menschen aus verschiedenen Kulturen ins Gespräch kommen – das ist das Motto des „Café der Begegnung“, ein Angebot der evangelischen Laetare-Gemeinde, der alten Fabrik und des Vereins Unterstützerkreis Migration Uhldingen-Mühlhofen (UMUM). Das Café, das in vierwöchigem Abstand freitags im Café Heimat in der Alten Fabrik im Ortsteil Mühlhofen stattfindet, ist als Beitrag zur Verständigung von Bürgern und Flüchtlingen zu verstehen.

Ins Leben gerufen worden ist das „Café der Begegnung" im Herbst 2015, als es erstmals in der evangelischen Kirche stattfand. Seit Juni vorigen Jahres trifft man sich in der alten Fabrik; seitdem sind durchschnittlich 50 Interessierte vor Ort. „Das sind mehr als früher in der Kirche“, sagt Susanne König, die gemeinsam mit Christiane Berg, Doris Groeschel, Bärbel Herrmann, Eda Heynen und Heide Köpfer das Café organisiert und betreut. Zurückzuführen sind die höheren Zahlen insbesondere auf die Gemeinschaftsunterkünfte in Mühlhofen. Aber auch Flüchtlinge, die bereits eine eigene Wohnung gefunden haben, kommen ins Café, sagt König.

Schon beim allerersten Treff war darauf aufmerksam gemacht worden, dass man die Sichtweisen der neuen Mitbürger kennen lernen, von ihren Erfahrungen aus erster Hand hören und Wege finden wolle, den Menschen in Uhldingen-Mühlhofen ein neues Stück Heimat und Vertrauen zu schenken. Man wolle miteinander leben, nicht nebeneinander, und miteinander lachen, nicht übereinander, hieß es seinerzeit.

Neben dem Café gibt es mit dem interkulturellen Gemeinschaftsgarten, der aus dem kommunalen Flüchtlingsdialog entstand, noch eine weitere Begegnungsform. Flüchtlinge und alle Bürger der Gemeinde sind willkommen, mit zu planen und mit zu gärtnern. Das 800 Quadratmeter große Grundstück wurde von der Gemeinde zur Verfügung gestellt und befindet sich angrenzend an bestehende Schrebergärten nahe des Sport- und Funparks.

Unter dem Motto „Meet new friends“ findet das nächste „Café der Begegnung" am Freitag, 29. Juni, von 15 bis 17 Uhr in der alten Fabrik statt.