Die Landratsamt-Mitarbeiter würden vehement verhindern, dass es eine Transparenz gibt. Erst wenn übergeordnete Gremien eingeschaltet würden, erhalte man Informationen. Mairle gesteht zu, dass das Landratsamt in Sachen Flüchtlingsunterbringung keine einfache Aufgabe habe: "Auf der einen Seite sollen sie Richtlinien von Land und Bund erfüllen und auf der anderen Seite bieten die Gemeinden im Bodenseekreis viel zu wenige Anschlussunterbringungen. Dass es da zu Konflikten kommen muss, ist die logische Konsequenz", schreibt sie in einer Stellungnahme.

Sie habe sich als Nachbarin einer Gemeinschaftsunterkunft bereits selbst engagiert, aber Verbesserungsvorschläge für Bewohner und Nachbaren würden ignoriert oder heruntergespielt. "Was mich an der Sache am meisten stört, ist, dass die Landratsamt-Mitarbeiter häufig nur Paragrafen und Richtlinien zitieren, aber vergessen, dass es um Menschen geht. Mit einem solchen Verhalten sind es genau diese Mitarbeiter, die Integration, von der sie doch so gerne reden, schlichtweg verhindern."