„Wir haben ganz geringe Wasserverluste. Knapp sechs Prozent sind wirklich hervorragend“, freute sie sich. Das weise auf ein solides, dichtes Leitungsnetz, eine gute Überwachung sowie schnelle Ortung und Behebung von Rohrbrüchen hin. Die ihren Ausführungen zufolge "niedrigen" Abwassergebühren müssten bald angehoben werden. "Sie werden aber immer noch niedrig sein." Das Gremium stimmte beiden Plänen inklusive Stellenplan und mittelfristiger Finanzplanung für die Jahre 2018 bis 2021 zu.

Der Wirtschaftsplan des Wasserwerks beläuft sich auf 850.500 Euro (Vorjahr: 835.000 Euro) im Erfolgsplan und auf 371.509 Euro (404.271 Euro) im Vermögensplan. Im Erfolgsplan sind auf der Einnahmenseite als wesentliche Erträge der Frischwasserverkauf (rund 800.000 Euro) und die Auflösung empfangener Ertragszuschüsse, sprich Wasserversorgungsbeiträge und Zuschüsse, veranschlagt. „Der Wasserverbrauch stieg in den letzten fünf Jahren leicht an“, sagte Bentele. Sie führte das auf die steigende Einwohnerzahlen zurück. So wurden im Vorjahr 449.491 Kubikmeter gegenüber 415.714 Kubikmeter im Jahre 2013 verbraucht.

Wie in den zurückliegenden Jahren fallen als wesentliche Ausgaben die Betriebskostenumlage an die Bodenseewasserversorgung (245.000 Euro) und die Personalausgaben (126.490 Euro) an. Investitionen von 215.500 Euro sind insbesondere für den Ringschluss im Baugebiet Öschle in Oberuhldingen (95.000 Euro) und für Baukosten in der Straße „Auf der Höhe“ in Oberuhldingen (50.000 Euro) beabsichtigt. Bentele: „Für die Finanzierung der Investitionen steht neben den Beiträgen der Finanzierungsüberschuss aus den Vorjahren zur Verfügung.“

Der Eigenbetrieb Abwasser umfasst im Erfolgsplan 995.255 Euro (Vorjahr: 1.057.001 Euro), im Vermögensplan 587.890 Euro (1.352.175). Als wesentliche Erträge im Erfolgsplan sind die Entnahme aus der Gebührenausgleichsrücklage (438.281Euro), die Abwassergebühren (247.000 Euro), die sich aus Schmutzwasser (172.000 Euro) und Niederschlagswasser (75.000 Euro) zusammensetzt, und der Straßenentwässerungsanteil (140.000 Euro) veranschlagt.

Bei den Ausgaben stehen insbesondere die Betriebskostenumlage an den Abwasserzweckverband Überlinger See (337.659 Euro), Abschreibungen (306.502 Euro) und Kanalnetzunterhalt (130.000 Euro) an. 76.584 Euro sollen ausgegeben werden, am meisten in der Straße „Auf der Höhe“ in Oberuhldingen (24.000 Euro) und im Baugebiet „Öschle“ in Oberuhldingen (15.000 Euro). Zur Finanzierung der Investitionen ist eine Kreditaufnahme von 191.388 Euro eingeplant.

 

Wasser und Abwasser

Wasser teurer, dafür Abwasser preiswerter: Der Gemeinderat hatte im Vorjahr einer Neufassung der Wasserversorgungs- und Abwassersatzung bis Ende 2018 zugestimmt. Der seit 1. Januar 2015 gültige Preis für einen Kubikmeter Frischwasser war von 1,62 Euro auf 1,67 Euro gestiegen. Gleichzeitig wurde Abwasser bis Ende 2018 preiswerter: Die Schmutzwassergebühr beträgt pro Kubikmeter Frischwasser 38 Cent statt zuvor 59 Cent, die Niederschlagswassergebühr 22 statt 19 Cent pro Quadratmeter überbaute und befestigte Fläche. Der Kubikmeter Wasser ist seitdem 13 Cent günstiger. Insbesondere die Abwassergebühren werden der Kämmerei zufolge aber nicht mehr zu halten sein. (hk)