Im Bodenseekreis geht es seit Montag wieder ein Stück lockerer zu, was die Corona-Maßnahmen betrifft. Es gilt offiziell der Inzidenz-Status „unter 50“, womit weitere Öffnungsschritte einhergehen.

Für die Landesgartenschau in Überlingen bedeutet es, dass die Corona-Tests und das Buchen von Zeitfenstern entfallen. „Botanische Gärten, und als solcher gilt die Landesgartenschau, können ohne Auflagen öffnen“, heißt es in einer Pressemitteilung der LGS GmbH. Geschäftsführerin Edith Heppeler sagt: „Das ist für uns natürlich eine enorme Erleichterung, vor allem für unsere Gäste, im Besonderen für die Dauerkartenbesitzer, die nun viel spontaner auf die Landesgartenschau können.“

Edith Heppeler, Geschäftsführerin der LGS GmbH, nach der Eröffnung der Landesgartenschau.
Edith Heppeler, Geschäftsführerin der LGS GmbH, nach der Eröffnung der Landesgartenschau. | Bild: Jürgen Gundelsweiler

Die LGS GmbH wird beobachten, wie sich die neuen Regeln auf die Besucherzahlen auswirken. Geschäftsführer Roland Leitner erklärt auf Nachfrage: „Was die Besucherzahlen betrifft, ist es nach einem Tag ohne Testpflicht noch viel zu früh, um abschließend etwas über die Auswirkungen zu sagen.“

Geschäftsführer Roland Leitner am Eröffnungstag der Landesgartenschau.
Geschäftsführer Roland Leitner am Eröffnungstag der Landesgartenschau. | Bild: Hilser, Stefan

Generell wird damit gerechnet, dass jetzt mehr Besucher kommen und „die Zahlen des gestrigen Tages bestärken uns in unserer Annahme“, teilt Leitner am Dienstag mit. Es spielten aber weitere Aspekte eine Rolle, das Wetter, die Pfingstferien. „Wir werden daher erst nach dem Vorliegen einer soliden Datenbasis etwas dazu sagen können“, sagt Leitner.

Die Regeln im Überblick

Das könnte Sie auch interessieren

Die aktuellen Lockerungen betreffen ebenfalls zoologische Gärten, wovon der Haustierhof Reutemühle in Überlingen und der Affenberg in Salem profitieren. Seit Montag müssen die Besucher des Haustierhofs keinen negativen Schnelltest mehr nachweisen. Lediglich in der Gaststätte sei eine getestet, geimpft beziehungsweise Bescheinigung über die Genesung vorzulegen, teilt der Haustierhof mit.

Ein Esel auf dem Haustierhof Reutemühle blickt interessiert in die Kamera. Nur für einen Besuch der Gaststätte auf dem Gelände ist ein negativer Corona-Test vorzulegen, oder ein Nachweis über die Impfung oder Genesung vorzulegen. Für den reinen Besuch reicht eine Anmeldung über das Internet.
Ein Esel auf dem Haustierhof Reutemühle blickt interessiert in die Kamera. Nur für einen Besuch der Gaststätte auf dem Gelände ist ein negativer Corona-Test vorzulegen, oder ein Nachweis über die Impfung oder Genesung vorzulegen. Für den reinen Besuch reicht eine Anmeldung über das Internet. | Bild: Hilser, Stefan

Der Betreiber bittet jedoch darum, sich weiterhin anzumelden. Die Besucher sind angehalten, jeweils ein Zeitfenster innerhalb der nächsten vier Tage zu reservieren. Das Zeitfenster bezieht sich auf den jeweiligen Einlasszeitpunkt. Die Anmeldung ist online unter www.haustierhof-reutemuehle.de möglich. Beim Einlass müssen die Besucher eine Mund-Nasen-Maske tragen und anderthalb Meter Abstand zueinander halten. Am Eingang werden sie dann über die weiteren Regeln auf dem Gelände informiert.

Im Affenfreigehege weiterhin Maskenpflicht

Der Affenberg kann ebenfalls ohne vorherigen Corona-Test besucht werden. Die Tickets sind an der Kasse im Park oder online unter www.affenberg-salem.de erhältlich. Auszuwählen sind der Tag des Besuches und der Einlasszeitpunkt. „Um Stoßzeiten zu vermeiden, empfehlen wir einen Eintritt vor 10.45 Uhr oder nach 13 Uhr“, schreibt das Affenberg-Team.

Im Affenfreigehege gilt eine strikte Maskenpflicht. Einerseits, um die Besucher und Mitarbeiter zu schützen. Andererseits, um eine Übertragung des Coronavirus auf die Berberaffen zu verhindern. „Deshalb können wir leider für Menschen mit Attest keine Ausnahme machen“, heißt es weiter.

Ein Jungtier am Affenberg knabbert an einem Grashalm. Die Lockerungen gelten ebenfalls für den Tierpark. Allerdings ist gerade im Freigehege eine Maskenpflicht einzuhalten, um die Berberaffen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen.
Ein Jungtier am Affenberg knabbert an einem Grashalm. Die Lockerungen gelten ebenfalls für den Tierpark. Allerdings ist gerade im Freigehege eine Maskenpflicht einzuhalten, um die Berberaffen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen. | Bild: Affenberg Salem

Am Weiher und in der Damwildanlage darf jeder über das Tragen einer Maske selbst entscheiden. Kinder unter sechs Jahren sind von der Maskenpflicht ausgenommen. Zulässig sind, wie bisher auch, überall nur FFP2- und OP-Masken.

Das könnte Sie auch interessieren

Auf das Füttern der Berberaffen mit Popcorn wird weiterhin verzichtet. Dafür können die Besucher bei öffentlichen Fütterungen Informatives über die Tiere am Affenberg erfahren. Der Biergarten und der Souvenirshop sind geöffnet. Vor Ort ist ausschließlich Kartenzahlung möglich. Kinder, die beim Fragespiel mitmachen möchten, sollen ihren eigenen Stift mitbringen.

„Fast zum normalen Museumsbetrieb zurück“

Das Pfahlbaumuseum in Unteruhldingen kann genauso wieder ohne Einschränkungen besichtigt werden. „Wir kehren damit fast zum normalen Museumsbetrieb zurück. Auch Schulklassen können uns ab sofort wieder besuchen“, sagt Museumsdirektor Gunter Schöbel.

Museumsdirektor Gunter Schöbel: „Auch Schulklassen können uns ab sofort wieder besuchen.“
Museumsdirektor Gunter Schöbel: „Auch Schulklassen können uns ab sofort wieder besuchen.“ | Bild: Kleinstück, Holger

Im Eingangsbereich und auf dem Museumsgelände gelten die Regeln zu Abstand, Hygiene und Maskenpflicht. Zur Orientierung sind Abstandsmarkierungen angebracht. Aber: Die Testpflicht und die Kontaktnachverfolgung für einen Besuch des Museums entfallen. Zudem sind Barzahlung und Kartenzahlung vor Ort wieder ohne Voranmeldung möglich. Tickets gibt es im Museum an der Kasse und online unter www.pfahlbauten.de.

Die Öffnungszeiten

Ein berührungsfreier Rundkurs leitet die Besucher dann durch das Freilichtmuseum. Über Informations-Punkte, Beach-Flags und Schautafeln wird über die Zeit vor 6000 Jahren informiert. Die frühe Bodensee-Geschichte, zehn Jahre Weltkulturerbe Pfahlbauten, Steinzeitmann Ötzi und die Ernährung der Pfahlbauer sind die aktuellen Themen, teilt das Pfahlbaumuseum mit.

In den Pfahlbauten in Unteruhldingen wurde aufgrund der Corona-Pandemie ein Rundkurs eingerichtet. Die Museumsleitung bittet darum, die Einbahnregelung weiterhin einzuhalten – trotz der aktuellen Öffnungsschritte.
In den Pfahlbauten in Unteruhldingen wurde aufgrund der Corona-Pandemie ein Rundkurs eingerichtet. Die Museumsleitung bittet darum, die Einbahnregelung weiterhin einzuhalten – trotz der aktuellen Öffnungsschritte. | Bild: Achim Mende/Pfahlbaumuseum

Am Erklärtisch zeigen Mitarbeiter Werkzeuge, Ackerpflanzen und berichten über die Nutztiere von damals. Auch die Ausstellung „Das Erbe der Pfahlbauer“ mit mehr als 1000 Funden aus den Dörfern am Bodensee kann am Ende besichtigt werden. Die Besucher sind aufgefordert, die Einbahnregelung im Rundgang einzuhalten.

90 Prozent des Museums befinden sich im Freien. „In allen geöffneten Häusern sind die Türen durchgehend geöffnet. Bitte vermeiden Sie die Bildung von Gruppen in den Räumen“, ist auf der Internetseite des Museums zu lesen.