„Die Jugend-App ist ein Flaggschiff-Projekt, das uns schon lange beschäftigt“, leitete Espen Rechtsteiner in seiner Funktion des Vorsitzenden das Thema bei der öffentlichen Sitzung des Jugendgemeinderats ein. Victor Kliewer stellte dann die Genese des Projekts und den Stand der Dinge vor.

Den Stein ins Rollen brachte Lothar Thum (FWV/ÜfA), der sich 2019 im Gemeinderat für die Beschaffung einer solchen App einbrachte. Das stieß auf Zustimmung und die Jugendlichen bildeten in ihrem Gremium eine Projektgruppe. Beim Jugendforum im November 2019 wurden mögliche Anforderungen einer App formuliert.

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Die dort erarbeiteten Kriterien stellten die jungen Räte dem Ausschuss für Kultur und Bildung vor, wo sie nach Aussage von Kliewer ein sehr positives Feedback erhielten. Bei den nächsten Schritten holten die Mitglieder der Projektgruppe den Rat eines Überlinger Software-Experten ein, der ihnen half, zu kostenintensive Wünsche von der Liste zu streichen und zum Erwerb eines Baukastensystems riet.

Eventkalender, Vereinskartei, Jobbörse und mehr

Wie so etwas aussehen könnte, stellte den Jugendlichen Anfang des Jahres ein Unternehmen vor. Die bisher vorgesehenen Inhalte der Jugend-App umfassen einen Eventkalender, eine Vereinskartei, Informationen über den Jugendgemeinderat und den Jugendtreff sowie eine Börse für Minijobs und Ausbildungsplätze. Ein Abstimmungsportal mit Umfragen soll den Räten helfen, schnell ein Meinungsbild der Gleichaltrigen zu verschiedenen Themen zu bekommen. Dazu soll es eine Ideenwand und einen Newsletter geben.

Victor Kliewer berichtete weiter, dass bereits Projektmittel für die Realisierung der App beantragt wurden. Die Jugendstiftung wird das Projekt mit 4000 Euro fördern, die Stiftung „Demokratie Leben“ habe im Juli 2020 einen Zuschuss von 3000 Euro zugesichert. Dazu habe der Überlinger Förderverein seine Bereitschaft signalisiert, sich an der Realisierung zu beteiligen. „Gemeinsam mit unserem eigenen Budget sind hervorragende Voraussetzungen geschaffen, die App zu realisieren“, schloss Victor Kliewer seinen Vortrag.

Bildungsausschuss wird über Fortschritt informiert

OB Jan Zeitler, der als Gast an der Sitzung teilnahm, freute sich über die Förderzusagen und lobte: „Sie sind schon ziemlich weit vorangekommen mit dem Projekt.“ Er bat gleichzeitig um eine Kostenschätzung, um den Betrag in die laufende Haushaltsplanung aufnehmen zu können. Die Jugendgemeinderäte werden den Ausschuss Bildung und Kultur über den weiteren Fortschritt informieren und die Ausschreibung vorbereiten.

Mit dem Anbieter des wirtschaftlichsten Konzepts sollen dann im Rahmen eines Workshops „inhaltliche und designtechnische Aspekte“ besprochen werden. Diese Aufgabe wird wahrscheinlich der im Herbst neu gewählte zweite Überlinger Jugendgemeinderat übernehmen.

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