„The Show must go on! Das haben wir uns gesagt. Wir dürfen endlich wieder singen.“ Mit diesen Worten und diesem berühmten Song von Queen eröffnete Arno Nyc, Chorleiter des Konzertvereins des Gymnasiums Überlingen, das erste Konzert des Chores seit der Corona-Pandemie.

Der Chor aus Schülern und Eltern des Gymnasiums füllte die Seebühne.
Der Chor aus Schülern und Eltern des Gymnasiums füllte die Seebühne. | Bild: Danielle Dahan

Begleitet von der Pianistin Claudia Nyc, die die Songs samt Klaviersatz arrangiert hatte, trat der aus Schülern und Eltern bestehende Chor auf der Seebühne der Landesgartenschau auf. Da die coronabedingten Hygieneregelungen eine sehr begrenzte Zahl an Zuhörern erlaubte, setzten sich andere im Gras direkt vor die Seebühne und konnten das Konzert trotzdem genießen. Perfekte Bedingungen für ein gelungenes Konzert mit gut gelaunten Sängern, Chorleiter und Pianistin waren gesammelt: ein traumhaftes Wetter, ein glänzender und ruhiger See und ein aufmerksames und unterstützendes Publikum.

Gut besuchtes Konzert.
Gut besuchtes Konzert. | Bild: Danielle Dahan

Trotz einer geringen Anzahl an sieben Songs, „weil wir coronabedingt schweigen mussten“, wie Nyc erklärte, bekam das Publikum eine große Bandbreite an musikalischem Können zu hören. Bei „Summertime“ von George Gershwin betonten der gefühlsvolle, jazzige Klavieransatz von Claudia Nyc sowie der gelungene Ausgleich zwischen hohen und tiefen Stimmen die Sommerstimmung. Für „Music was my first love“ erntete der Chor begeisterte Rufe. Verwandelt in Partygänger mit Sonnenbrillen in „Party like a Russian“, stimmten sich Chor, Leitung und Klavier perfekt aufeinander ab.

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„Wir freuen uns, dass wir Sie erfreuen dürfen“, so kündigte Arno Nyc den letzten Titel an. „Ode an die Freude“ bildete einen angenehmen Kontrast zu den modernen und englischsprachigen Songs. Die Stimmen wurden immer voller und warmherziger, während die Pianistin in einem komplexen Arrangement immer freudiger und lebhafter spielte. Aus dem Wort „Freude“ wurde ein wahrhaftes Erlebnis an Freude, in dem der Chor ein hohes Maß an Professionalität erreichte und das Publikum zum Toben brachte.

„Ich stelle fest, dass niemand gehen will“, sagte Arno Nyc und ließ die erste Zugabe mit „Music was my first love“ spielen. Da das Publikum immer noch nicht gehen wollte, animierte Nyc die Zuhörer zum Mitsingen des bereits gesungenen Bolera. Auch wenn es nicht so gelingen wollte, blieb das Erlebnis eines qualitativen sommerlichen Konzerts.