Ohne den vorgeschriebenen Mundschutz, dafür eine Zigarette rauchend, hat ein 23-jähriger Mann versucht, in Owingen in den Bus zu steigen. Wie die Polizei berichtet, sei der 23-Jährige vom Busfahrer angesprochen und auf seine Pflicht zum Tragen der Mund-Nasen-Abdeckung hingewiesen worden. Die Männer hätten sich erst gestritten und dann miteinander gerangelt. „Dem hinzukommenden Kontrolleur schlug der Tatverdächtige dann mehrmals auf die Brust“, heißt es im Polizeibericht. Der alkoholisierte und offensichtlich unter Drogeneinfluss stehende Mann sei durch den Busfahrer fixiert und an die Polizei übergeben worden. Der Fall wird in den Akten unter dem Vorwurf der Körperverletzung geführt.

Bußgeld für Maskenverweigerer im Zug

Als Ordnungswidrigkeit wird der Fall gegen eine Personengruppe geführt, die am Samstag vor einer Woche, 3. Oktober, gegen 18.30 Uhr unmaskiert im Zug saß. Der Zug war von Überlingen Richtung Stockach unterwegs, die sechs Fahrgäste haben sich laut Polizei „partout geweigert, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen“.

Zwangspause für den Zug am Bahnhof Therme

Die Gruppe im Alter zwischen 51 und 66 Jahren wurde von einer Zugbegleiterin angesprochen. Als sie sie aufforderte, eine Maske zu tragen, da sonst eine Mitfahrt nicht gestattet sei, weigerten sich die Personen. Die Konsequenz war, dass der Zug an der Haltestelle Überlingen-Therme stoppte und eine Polizeistreife gerufen wurde.

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Das wirkte. Wie die Polizei auf SÜDKURIER-Anfrage nun mitteilte, habe der Stopp des Zuges die Einsicht gefördert, „und spätestens beim Eintreffen der Polizeistreife zogen sie eine Maske auf“. Sie durften deshalb die Fahrt fortsetzen. Ob die Gruppe unterwegs war, um via Stockach zu einer der am 3. Oktober in Konstanz stattfindenden Protestveranstaltungen der Querdenken-Initiative zu gelangen, sei nicht bekannt und sei bei der Kontrolle auch nicht relevant gewesen.

Frau legt Attest gegen Maske vor

Eine Frau aus der Gruppe habe ein Attest vorgelegt, das sie von der Maskenpflicht befreit. Gegegen fünf weitere erfolge eine Ordnungswidrigkeitenanzeige, die von der Stadt Überlingen bearbeitet wird. Dort wird der Bußgeldsatz festgelegt. Laut aktuellem Bußgeldkatalog zur Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg dürfte dieser laut Polizei etwa 100 bis 250 Euro pro Person betragen.

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