Bei der Polizei gingen am Samstag mehrere Anrufe über die Sichtung eines ungewöhnlichen Tieres mit langen Stacheln ein. Die Recherchen der Polizei ließen vermuten, dass es sich bei dem gesichteten Tier um ein Stachelschwein handelt, das aus einem Haustierhof in Überlingen-Bambergen unbemerkt entschwunden war. Darüber berichtet die Polizei in ihrem Pressebericht.

Weder den Beamten noch den Mitarbeitern des Hofes sei es bislang gelungen, das Tier einzufangen. Sichtungen seien in Überlingen, im Teilort Bambergen und auf der Gemarkung der angrenzenden Gemeinde Owingen gemeldet worden.

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Suche vorläufig abgebrochen

„Aufgrund der einbrechenden Dunkelheit wurde die Suche nach dem Tier unterbrochen und wird bei erfolgversprechenderen Lichtverhältnissen durch die verantwortlichen Personen fortgeführt“, teilte die Polizei am Sonntag mit.

Es kommt immer mal wieder vor, dass aus dem Haustierhof Reutemühle, der auch als Bodenseezoo bekannt ist, Tiere entweichen. Über größere Schäden oder Verletzungen von Menschen wurde bislang nichts bekannt. Für Aufsehen sorgte ein Nasenbär, der im September 2019 an der Überlinger Therme eingefangen wurde.

Wie Tuner Ostrozny ein Stachelschwein einfing

Auch ein Stachelschwein ist schon einmal ausgebüxt, was zu einem heldenhaften Einsatz des später als Tuner von Überlingen bekannt gewordenen Mateusz Ostrozny führte. Ostrozny berichtete im März 2020 darüber, wie er das stachelige Tier entdeckte, ohne Rücksicht auf eigene Verluste eingefangen hatte, und wie viele Wunden er dabei erlitt.

Damals drehte der Pole Ostrozny dieses Video von dem entlaufenen Stachelschwein und stellte es dem SÜDKURIER zur Verfügung:

Stachelschwein auf Abwegen Video: Mateusz Ostrozny

Das im März 2020 ausgebrochene Stachelschwein hatte mit einem Artgenossen das Weite gesucht. Erst etwa sechs Wochen später wurde das zweite Tier in Bodman-Ludwigshafen entdeckt. Es hatte sich bereits in einem Privatgarten eine Höhle im Erdreich gebaut.

Wer das jetzt entlaufene Tier entdeckt, muss sich also bewusst darüber sein, dass es seine Stacheln nicht umsonst am Körper trägt, sondern bei einer Bedrohungslage auch einzusetzen weiß.

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