Die Arbeiten am Nubachtalviadukt bei Überlingen-Nußdorf dauern, wie geplant, bis kommenden Dienstag, 12. April, an. Das bestätigte Katrin Rochner, Pressesprecherin des Regierungspräsidiums Tübingen, auf Nachfrage.

Zwar regelt eine Ampel den halbseitig gesperrten Verkehr auf der B 31, trotzdem kommt es immer wieder zu Rückstaus bis nach Meersburg. Das Regierungspräsidium Tübingen bittet die Verkehrsteilnehmer für diese „unvermeidbaren Beeinträchtigungen um Verständnis“.

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Der Zustand der Brücke sei nach ersten Erkenntnissen gut. Rochner schreibt: „Die jetzigen Prüfungen dienen dazu, Ergebnisse bisheriger Untersuchungen und Berechnungen zu stützen und, um anhand der Auswertung von Materialproben anschließend weitere Planungen betreiben zu können.“

Über weitreichendere Ergebnisse könne die Pressesprecherin aber noch keine Auskunft geben. „Erst nach Abschluss der jetzigen Prüfungen und nach Auswertung der entnommenen Materialproben können weitere Schlüsse gezogen werden.“

Vorgehen entspricht einem Standard

Die Prüfungen an der Nußbacher Brücke basieren auf der bundesweit gültigen Richtlinie für die strategische Planung von Erhaltungsmaßnahmen an Ingenieurbauwerken. „Die Erhaltungsplanung von Brücken im Bundesgebiet erfolgt nach einem einheitlichen Schemata“, erklärt Rochner.

Dies betreffe auch die Probenentnahme, die im Regierungsbezirk Tübingen bei mehreren Bauwerken im Jahr erfolge. Das Vorgehen diene vor allem der Stand- und Verkehrssicherheit von Brücken und „entspricht am Nußbachtalviadukt somit dem Standard“.

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In einem nächsten Schritt plane das Regierungspräsidium Tübingen, das Bauwerk durch eine Instandsetzung für viele weitere Jahre zu nutzen. Im Vorfeld seien dafür aber umfangreiche Voruntersuchungen am Bauwerk erforderlich, weswegen seit Montag, 4. April, Betonproben mittels Kernbohrungen entnommen werden.

„Gleichzeitig werden Bauwerksteile vor Ort beprobt und das Bauwerk vermessen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Bei der Prüfung komme an der Unterseite des Brückenüberbaus ein sogenanntes Brückenuntersichtgerät zum Einsatz. Das Gerät stehe auf dem Bauwerk, wodurch die halbseitige Verkehrsführung erforderlich sei.