Den Anfang der Sitzung des Jugendgemeinderates in Überlingen hat noch Ina Holzer als Vorsitzende geleitet. Sie berichtete, dass die Pandemie die Aktivitäten des Gremiums immer noch stark einschränke, nun aber viele Themen in Vorbereitung seien. Zum Schluss der öffentlichen Sitzung räumte sie den Platz am Ratstisch ebenso wie Elena Kliewer. Beide verlassen das Gremium aus privaten Gründen. Auf die frei werdenden Plätze rückten Noah Krüger und Franka Vukicevic nach. Sie hatten bei der Wahl im Herbst den Einzug in den Jugendgemeinderat verpasst.

Ende Juli geht es mit „Lazy Friday“ bei der Landesgartenschau los

Bis jetzt ist das Gremium in seiner zweiten Legislaturperiode noch wenig sichtbar geblieben. Das mag an der neuen Zusammensetzung, aber auch den Corona-Regeln liegen, wodurch fast alle Projekte auf Eis lagen. Das soll sich nun ändern, wie den Berichten der Projektgruppen zu entnehmen war. Ende Juli geht es mit der ersten „Lazy Friday“-Veranstaltung bei der Landesgartenschau los. Die jungen Räte können jeweils am letzten Freitag im Monat bei der Beach Bar eine Veranstaltung für Jugendliche organisieren.

Start für Vorbereitungen zum Skateparkfestival 2022

Julia Sonntag berichtete, dass das Skateparkfestival nun 2022 stattfinden soll und aktuell mit den Vorbereitungen begonnen würde. Anna-Lena Brandt macht sich für einen Parcours-Park in Altbirnau stark.

U18-Wahl zur Bundestagswahl an den Überlinger Schulen

Und Sven Erik Feger hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine U18-Wahl vorzubereiten. Das Format geht auf eine Initiative des Deutschen Bundesjugendrings zurück. Dort bekommen lokale Veranstalter auch Unterstützung bei der Planung. Bei der U18-Wahl können jeweils neun Tage vor der Bundestagswahl Kinder und Jugendliche ihre Stimme für die Parteien abgeben, die zur Bundestagswahl kandidieren. „Wir wollen Jugendliche für Politik interessieren und den Politikern einen Wink geben, wie die Jugend positioniert ist“, erläuterte Sven Erik Feger.

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OB regt Podiumsdiskussion an, doch dafür bleibt wohl zu wenig Zeit

Der wegen der Vereidigung nach Nachrücker anwesende Oberbürgermeister Jan Zeitler regte an, eine Podiumsdiskussion zu veranstalten, wie sie der Jugendgemeinderat 2019 initiiert hatte. Zeitler schlug mit der Seebühne direkt einen Veranstaltungsort vor, was er im Ganzen als „wahnsinnig interessantes Format“ bezeichnete. Feger dankte für die Idee, verwies aber auf wenig verbleibende Zeit für die Umsetzung.

Bald Ausschreibung für technische Umsetzung der Jugend-App

Zu den Klassikern auf der Tagesordnung der öffentlichen Sitzungen des Jugendgemeinderats gehört die Jugend-App. Die bisher vorgesehenen Inhalte der Jugend-App umfassen einen Eventkalender, eine Vereinskartei, Informationen über den Jugendgemeinderat und den Jugendtreff sowie eine Börse für Minijobs und Ausbildungsplätze. Ein Abstimmungsportal mit Umfragen soll den Jugendräten helfen, schnell ein Meinungsbild der Gleichaltrigen zu verschiedenen Themen zu bekommen. Dazu soll es eine Ideenwand und einen Newsletter geben.

Online-Abstimmung über Antrag auf finanzielle Förderung der App

Die ausscheidende Elena Kliewer hat das Thema bereits Johann Kienzle übergeben. Er referierte, dass bald die Ausschreibung für die technische Umsetzung veröffentlicht werde. Zur Unterstützung bei der Finanzierung wurde ein Antrag im Rahmen des Programms „Demokratie Leben – Bodenseekreis“ eingereicht. Welche Projekte eine Förderung erhalten, wird über eine Online-Abstimmung entschieden.

Oberbürgermeister Jan Zeitler verabschiedete Ina Holzer, die ihr Mandat und damit den Vorsitz im Jugendgemeinderat abgibt.
Oberbürgermeister Jan Zeitler verabschiedete Ina Holzer, die ihr Mandat und damit den Vorsitz im Jugendgemeinderat abgibt. | Bild: Sabine Busse

Abschied von Ina Holzer, die sich als 13-Jährige für einen Jugendgemeinderat eingesetzt hatte

Ein bisschen sentimental wurde es dann bei der Verabschiedung von Ina Holzer. „Sie begleiten mich schon fast meine gesamte Amtszeit“, sagte Jan Zeitler. Er erinnerte daran, wie die damals 13-Jährige sich für einen Jugendgemeinderat als Mitbestimmungsinstrument ihrer Generation eingesetzt hatte. Zwei Jahre später trat sie selbst bei der ersten Wahl an, wurde bei der zweiten mit den meisten Stimmen wiedergewählt und Vorsitzende des Gremiums. Zeitler lobte die „erfolgreiche Karriere“ und überreichte ihr einen Geschenkkorb. Auch Elena Kliewer, die nur auf eine kurze Zeit am Ratstisch zurückblicken kann, bekam ein Geschenk. Danach vereidigte der OB die beiden Nachrücker: Der 16-jährige Noah Krüger besucht die Wiestorschule und die 15-jährige Franka Vukicevic geht auf das Gymnasium. Die beiden müssen sich jetzt erst einmal einarbeiten.