Rechnet sich die Eisbahn am Landungsplatz für Veranstalter Reinhard Weigelt, wenn er sie erst mit über zweiwöchiger Verspätung in Betrieb nehmen darf? Eigentlich sollten die Überlinger ab Freitag, 13. November, übers Eis flitzen können. Doch daraus wird nichts. Wegen des am Montag beginnenden „Lockdowns light“, der bis Ende November weite Teile des öffentlichen Lebens zum Stillstand bringen wird. Zum 13. Mal sollte die 325 Quadratmeter große Eisbahn bis zum 6. Januar zum Treffpunkt aller Generationen werden.

Ein paar Bauzäune stehen schon auf dem Areal am Landungsplatz, das zum Eisstadion werden soll(te).
Ein paar Bauzäune stehen schon auf dem Areal am Landungsplatz, das zum Eisstadion werden soll(te). | Bild: Kleinstück, Holger

Sollte, weil Weigelt gestern noch nicht wusste, ober er öffnen soll oder nicht – denn selbst ohne Lockdown Nummer zwei seien die vielen Auflagen so kostenintensiv, dass er Sorgen habe, ein finanzielles Desaster zu erleiden. „Bis auf einen kleinen Zuschuss der Stadt Überlingen bezahle ich alles selbst“, sagt der Unternehmer auf Nachfrage. Er habe der Stadt ein aufwendiges Hygienekonzept vorgelegt, das auch genehmigt worden sei. Eine Aufstellerlaubnis habe er auch und heute ist auch mit den ersten Aufbauarbeiten begonnen worden.

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Ursprünglich sollten 500 Besucher gleichzeitig dem Kufenspaß nachgehen können. Doch nachdem das Land Baden-Württemberg vor zwei Wochen die dritte Pandemiestufe ausrief, wurde die Besucherzahl auf 100 reduziert. Schon das traf Weigelt hart – denn neben den Eintrittsgeldern und der Bandenwerbung ist die Bewirtung eine wichtige Einnahmequelle. Und dann noch die im Vergleich zu den Vorjahren höheren Personalkosten, die alle auf das Hygienekonzept zurückgehen.

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Im Gespräch macht Weigelt klar, dass er die Flinte noch nicht ins Korn geworfen hat. Er bittet die Eislauffreunde um Verständnis, dass er zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen kann, ob der Daumen nach oben oder nach unten gehen wird. Er werde auf alle Fälle versuchen, zu öffnen. Ob‘s aber tatsächlich klappt, sei noch nicht spruchreif.