Bis zu 5000 Besucher haben die Organisatoren des Weltacker-Projekts bei Andelshofen in diesem Jahr gezählt. Sie sind mit dem Zuspruch sehr zufrieden. In der Besucherzahl sind die 100 Interessierten mitgezählt, die zum Sonderprojekt „Kunst auf dem Acker“ kamen. Andreas Haslacher konzipierte dieses Teilprojekt.

Zehn Samstag lang wird der Weltacker gemeinsam bestellt

An den zehn Ackersamstag wurde auf den 2000 Quadratmetern des Weltackers gemeinsam gegärtnert. Haslacher war es auch, der das Ackerklavier auf den Weltacker eingebrachte. Auf diesem konnte an den Ackersamstagen in einem offenen Rahmen gemeinsam musiziert werden. Zusätzlich fanden fünf größere Veranstaltungen statt. Diese wurden mit „Weltacker Musik“, „Acker Jazz“, „Die Stangenbohnen Partei“, „Theateracker“ betitelt. Als letzte Veranstaltung in diesem Rahmen bot Aeham Achmad ein außergewöhnliches Klavierkonzert.

2021 noch mehr Angebote zum Mitmachen geplant

Der Weltacker hatte Corona-bedingt mit Verspätung erst im Juni eröffnet. „Der Zuspruch war rundweg positiv“, zog Haslacher Bilanz. Er sei nun mit der Planung für das kommende Jahr beschäftigt. „Das abgelaufene Jahr war ein Versuchsjahr. Im Folgejahr kommt die Verfeinerung.“ Das Format des Ackersamstages bleibe im Prinzip bestehen. Es werden jedoch mehr niederschwellig organisierte Angebote geben. So soll das Mitmachen erleichtert werden. Auch die Werbung für die Veranstaltungen solle verbessert werden.

Volles Haus unterm Sonnensegel: Der Zappel-Philipp (Hannes Achim Langanky) unterm Tisch war einer der Figuren aus dem Struwwelpeter. Auf dem Tisch schwebt Julia (Valea Völcker) als Erzählerin.
Volles Haus unterm Sonnensegel: Der Zappel-Philipp (Hannes Achim Langanky) unterm Tisch war einer der Figuren aus dem Struwwelpeter. Auf dem Tisch schwebt Julia (Valea Völcker) als Erzählerin. | Bild: Mardiros Tavit

Besucher jeden Alters amüsieren sich über das Theaterstück Struwwelpeter

Zwei der Künstler auf dem Weltacker waren Valea Völcker und Hannes Achim Langanky. Die beiden Absolventen der schweizerischen Accademia Teatro Dimitri hatten sich den Struwwelpeter vorgenommen. Als Julia und Peter spielten sie aktionsreich die Geschichten aus dem über 175 Jahre alten Buch nach. Corona-bedingt war die Veranstaltung auf 99 Besucher begrenzt. Das Publikum unter dem Sonnensegel amüsierte sich köstlich über die spannend aufgearbeiteten Geschichten. Das Theaterduo namens WaldWild vermochte sogar die Aufmerksamkeit der Kleinkinder über eine Stunde lang zu fesseln.

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Ob Zappel-Philipp, Paulinchen mit dem Feuerzeug, Konrad der Daumenlutscher, Hanns-Guck-in-die-Luft oder Suppen-Kasper, alle Figuren aus dem Struwwelpeter setzten die beiden Akteure auf der drei Mal drei Meter großen Bühne rasant und ideenreich um. Ein Jahr haben die beiden Schauspieler benötigt, um den Stoff umzusetzen. Die Idee kam von der Schwester Langankys, eine Kinder- und Jugendpsychiaterin. Da die Engagements der beiden Akteure wegen Corona gestrichen worden waren, konnten sie sich intensiv mit dem Struwwelpeter beschäftigen. So konnte das Publikum auf dem Weltacker eine außergewöhnliche Uraufführung erleben.

Projekt soll zu einer permanenten Einrichtung unter staatlicher Trägerschaft werden

Während Andreas Haslacher für die kommende Saison an neuen Veranstaltung bastelt, ist Benjamin Fäth, Projektleiter des Weltackers, mit dem weiteren Ausbau des Weltacker-Gedankens beschäftigt. Sein Ziel ist es, das Projekt von einer temporären in eine permanente Einrichtung zu führen. Aktuell wird es durch Spenden und Zuschüsse am Leben erhalten. „Der Weltacker sollte in eine staatliche Trägerschaft übertragen werden“, ist das Ziel von Fäth, denn das Projekt diene der Bildung von Kindern und Jugendlichen. Hier seien Stadt und Landkreis gefordert. Schulklassen seien wegen Corona zwar nicht auf dem Gelände gewesen, aber es seien Jugendgruppen zu den Führungen gekommen oder hätten auf dem Gelände gearbeitet.

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