Dass Hunde bei Landesgartenschauen nicht zugelassen sind, ist gängige Praxis. Überlingen ist nicht die erste und wird auch nicht die letzte Schau sein, bei der das so ist. Eine Ausnahme bilden nur Begleithunde.

Das Verbot in Überlingen hatte 2019 in den Sozialen Medien unter Hundebesitzern für Aufregung gesorgt. Einerseits die Handhabe an sich, andererseits die Aussicht, dass es für den Notfall Hundeboxen geben soll. Unklar war damals zunächst, wie diese aussehen könnten.

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Die Landesgartenschau GmbH hielt Wort und installierte für die Schau in diesem Jahr sechs Hundeboxen in der Nähe des Bahnhofs Therme. LGS-Geschäftsführer Roland Leitner teilt auf SÜDKURIER-Nachfrage mit: „Es ist leider nicht möglich, dass sich die ganze Zeit ein Betreuer vor Ort befindet, aber es wird regelmäßig nach den Tieren geschaut, eine regelmäßige Betreuung findet statt.“

LGS-Geschäftsführer Roland Leitner sagt: „Es wird regelmäßig nach den Tieren geschaut, eine regelmäßige Betreuung findet statt.“
LGS-Geschäftsführer Roland Leitner sagt: „Es wird regelmäßig nach den Tieren geschaut, eine regelmäßige Betreuung findet statt.“ | Bild: Hilser, Stefan

Der SÜDKURIER hat sich die abschließbaren Hundeboxen angeschaut und verschiedene Plus- sowie Minus-Punkte festgestellt. Positiv fallen diese Dinge auf: Dank eines Piktogramms ist auf dem Geländeplan zwar ersichtlich, dass das Thema Hunde an der LGS-Servicestation am Bahnhof Therme betreut wird. Wo sich die Hundeboxen genau befinden, lässt sich aber nicht nachvollziehen. Den konkreten Standort erfahren so ausschließlich die Besitzer der Tiere.

Rund um die Landesgartenschau

Informationen gibt es am Bahnhof Therme

An der LGS-Servicestation am Bahnhof Therme erklärt an diesem Freitagnachmittag eine Mitarbeiterin, dass das Pfand für den Schlüssel einer Box 5 Euro beträgt. Erhältlich ist ihr zufolge auch ein Paket mit Decke oder Kissen sowie Napf, Wasser und Leckerli. Sie weist den Weg zu den Hundeboxen.

So sieht es vor Ort aus: Die Gitterboxen stehen einander in zwei Dreiergruppen gegenüber. Darüber sind jeweils Planen gespannt. Schwierig zu beurteilen ist, ob die Planen den Tieren bei großer Sonneneinstrahlung genügend Schatten spenden. Dadurch, dass sie zu allen vier Seiten offen sind, sind die Boxen, wie Roland Leitner berichtet, aber „luftig“. Die Boxen sind im Grundriss rechteckig. Ein großer Hund wird sich auf der Seite liegend quer ausstrecken können.

Herrchen im Liegestuhl und Hund daneben im Rasen? Das wird es nicht zu sehen geben. Denn Hunde sind auf der Landesgartenschau nicht erlaubt. Für den Notfall wurden außerhalb des Geländes sechs Hundeboxen errichtet.
Herrchen im Liegestuhl und Hund daneben im Rasen? Das wird es nicht zu sehen geben. Denn Hunde sind auf der Landesgartenschau nicht erlaubt. Für den Notfall wurden außerhalb des Geländes sechs Hundeboxen errichtet. | Bild: Hilser, Stefan

Beim SÜDKURIER-Besuch am frühen Nachmittag sind alle sechs Hundeboxen leer. Beim Testen wird ersichtlich, dass die Boxen leider nicht im Boden verankert sind. Sie lassen sich verschieben und hochheben. Für manchen großen Hund könnte es ein Leichtes sein, dies ebenfalls zu versuchen. Besonders kleine Hunde könnten sich zwischen den Gitterstäben durchdrängen.

Leitner: „Für Verbesserungsvorschläge offen“

Der Zugang zum Gelände erregt in der Umgebung kein Aufsehen, ist allerdings auch nicht abgeschlossen. Das könnte man sich für die Zukunft überlegen. LGS-Geschäftsführer Roland Leitner sagt: „Für Verbesserungsvorschläge sind wir natürlich zugänglich, es liegt uns in dieser Hinsicht jedoch noch nichts vor.“

Die Landesgartenschau GmbH macht an verschiedenen Stellen analog und digital darauf aufmerksam, dass Hunde nicht mit aufs Gelände dürfen. Bevor man das Pfand für eine der Boxen bezahlt, kann man sich diese anschauen. Dies erläutert jedenfalls die Mitarbeiterin an der LGS-Servicestation am Bahnhof Therme.

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