Die Parkplätze am Schloss Salem sind bereits am Eröffnungstag der Home & Garden gut gefüllt, wie in den vergangenen Jahren bieten rund 100 Aussteller ihre Waren rund um Haus, Garten und Lifestyle an. Es ist bereits die 17. Auflage der Freizeitmesse, doch dass sie im Corona-Jahr überhaupt stattfinden kann, macht sie zu etwas Besonderem. Ihrer Freude darüber äußern Veranstalter, Besucher und Händler. „Die Aussteller brannten darauf“, berichtet Schlossverwalterin Birgit Rückert. Nicht nur für Schloss Salem ist die Home & Garden, neben dem Mozartsommer, die erste Veranstaltung nach dem Lockdown, auch für die Gemeinde. Das Konzept passe, es „sei höchste Zeit, dass wieder eine Veranstaltung stattfinde“, so Bürgermeister Manfred Härle.

Wegbereiter für weitere Veranstaltungen

„Das ist schon ein Ritt gewesen“, so Home & Garden-Geschäftsführer Martin Schmidt. Aufgrund der Corona-Verordnungen habe man nur drei Wochen Zeit gehabt, die Schau vorzubereiten. Er sei froh, dass man ein Stück weit Wegbereiter für weitere Veranstaltungen sei. Denn die Kultur- und Veranstaltungsbranche, immerhin der sechsgrößte Wirtschaftsbereich, habe die Pandemie besonders hart getroffen.

Töpfermeister Peter Hansen freut sich, dass er wieder auf eine Verkaufsmesse kann.
Töpfermeister Peter Hansen freut sich, dass er wieder auf eine Verkaufsmesse kann. | Bild: Sylvia Floetemeyer

Doch auch die Aussteller litten unter Einbußen. „Ich bin froh, dass wieder Messen sind, gerade auf diesem tollen Gelände“, sagt etwa Peter Hansen, Töpfermeister in vierter Generation aus Wachtberg bei Bonn. „Man muss unsere Sachen sehen, anfassen können, deshalb sind solche Veranstaltungen für uns wichtig.“

Bild mit Symbolgehalt: Desinfektionsmittel neben Drinks mit Gin am Stand der Destillerie Senft aus Salem-Rickenbach.
Bild mit Symbolgehalt: Desinfektionsmittel neben Drinks mit Gin am Stand der Destillerie Senft aus Salem-Rickenbach. | Bild: Sylvia Floetemeyer

Auch Silke Senft von der Destillerie Senft aus Salem-Rickenbach freut sich, dass ihr Stand ständig umlagert ist. Die Schließung der Gastronomie hatte auch ihre Umsätze zurückgehen lassen.

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Schreinermeister Michael Stehle war, wie viele, erstaunt, dass die Home & Garden dieses Jahr stattfindet. Als sie die Plakate sahen, hätten sie angerufen und eines der letzten Zelte ergattert, erzählt seine Frau Katrin Lippisch. Sie bieten witterungsbeständige Stühle, Tische und Gartenschaukeln an. Von der ersten Idee über das Design bis zum Bau stammt alles aus dem Hause Stehle. „Seit sechs Wochen bin ich soweit“, dass er in den Verkauf gehen könne, am Tag zuvor erst seien die Bestellformulare gekommen, so Stehle.

Schön bequem: Schreiner Michael Stehle aus Salem-Neufrach und Frau Katrin Lippisch mit Hund Lotte auf einer ihrer Gartenschaukeln.
Schön bequem: Schreiner Michael Stehle aus Salem-Neufrach und Frau Katrin Lippisch mit Hund Lotte auf einer ihrer Gartenschaukeln. | Bild: Sylvia Floetemeyer

Die Besucher Anette und Karl-Heinz Pfirschke aus Pfullingen sind bereits das dritte Mal auf der Home & Garden und froh, dass sie auch dieses Jahr nicht darauf verzichten müssen. „Ich bin auch schon leer rausgegangen“, erzählt Anette Pfirschke. „Aber heute springt mich ganz viel an.“ Eine Handytasche, einen Schal und zwei Mörser hat sie schon gekauft. Pflanzen könne man aber keine mitnehmen, erklärt ihr Mann. „Wir sind mit dem Cabrio da.“

Manfred Held ist mit den scharfen Angeboten von Uncle‘s Pepperfarm erstmals in Salem.
Manfred Held ist mit den scharfen Angeboten von Uncle‘s Pepperfarm erstmals in Salem. | Bild: Sylvia Floetemeyer
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