Ein paar Winterschuhe oder ein Buch, eine Puppe oder ein Rucksack für die Schule: Die Mitarbeiter des Kreisjugendamtes und des Familientreffs Überlingen haben 390 Wünsche von Kindern aus finanziell schwach aufgestellten Familien gesammelt. Zum zwölften Mal richtet der Serviceclub Soroptimist International Überlingen in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt des Bodenseekreises die Aktion „Ein Weihnachtsbaum für Kinderwünsche“ aus.

„Schon das Vorbereiten macht viel Freude“, sagt Heike Huther, Präsidentin von Soroptimist. Bozena Graubach und Bettina König pflichten ihr bei und sie ergänzt: „Wir hoffen natürlich, dass wir wieder viele Helfer aus der Bevölkerung für unsere Aktion begeistern können.“

Die anonymisierten Wunschkärtchen hängen seit einigen Tagen als Geschenkanhänger an Weihnachtsbäumen. Es handelt sich um die Wünsche von Kindern aus Überlingen, Salem, Uhldingen-Mühlhofen oder Meersburg. Die Soroptimistinnen bitten darum, sich einen Wunsch vom Baum zu pflücken, ein Geschenk mit einem Wert von rund 30 Euro zu kaufen, hübsch zu verpacken und mit dem Geschenkanhänger wieder bis Montag, 7. Dezember an den entsprechenden Stellen abzugeben. „Das Kreisjugendamt wird alle Geschenke rechtzeitig vor Weihnachten an die jeweiligen Kinder aushändigen“, sagt Heike Huther.

Ein Beispiel für ein anonymisiertes Wunschkärtchen.
Ein Beispiel für ein anonymisiertes Wunschkärtchen. | Bild: Kleinstück, Holger

Ursula Munding, Chefin des gleichnamigen Überlinger Modehauses, bittet in dem Zusammenhang darum, zur Unterstützung des heimischen Handels die Geschenke in der Region und nicht etwa im Internet einzukaufen. Sollte beim Club Geld übrig sein, wolle man wie in den zurückliegenden Jahren über die Mitarbeiter des Jugendamts Einkaufsgutscheine in Höhe von 50 Euro an die Familien der Kinder übergeben. „Hier gab es schon manche Träne der Freude, da vor Weihnachten doch noch der Kühlschrank mit Leckereien gefüllt werden konnte“, weiß Heike Huther.

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120 Wünsche von Senioren

Die Soroptimist-Präsidentin macht außerdem auf Altersarmut aufmerksam – „ein Tabuthema in unserer Gesellschaft“, wie sie sagt. Deswegen gebe es auch wieder die Aktion „Herzenswünsche für Senioren“. Huther: „So mancher Mitbürger und so manche Mitbürgerin lebt mit einer sehr bescheidenen Rente. Manchmal ist die Rente sogar so klein, dass Senioren selbst am Essen sparen, geschweige denn sich sonst etwas leisten können.“

In Zusammenarbeit mit dem Landratsamt und dem Caritas-Verband Linzgau in Überlingen und Salem wurden daher 120 Wünsche von älteren Menschen zusammengetragen, darunter beispielsweise eine Fußpflege, ein Frisörbesuch, Gutscheine für die Apotheke oder auch einmal ein Vergnügen wie ein Kinobesuch oder ein Theaterbesuch, wenn das nach Ende des Corona-Teil-Lockdowns wieder möglich ist.

Wer keine Zeit hat, sich selbst um ein Geschenk zu kümmern oder in Zeiten von Corona Kontakte vermeiden möchte, kann die Aktion auch mit einer Spende unterstützen:
Sorop Hilfe e.V. Überlingen, BIC: SOLADES1KNZ, IBAN: DE76 6905 0001 0001 1105 76; Verwendungszweck „Kinder“ oder „Senioren“