An der Szenerie hat sich seit Ende Oktober kaum etwas verändert: Nach wie vor ist eine große Fläche auf dem Landungsplatz von Bauzäunen und rot-weißem Absperrband eingegrenzt. Die Holzkonstruktion, die einmal die 325 Quadratmeter große Eisbahn tragen soll, ist dahinter zu erkennen, ansonsten deutet aber (noch) nichts darauf hin, dass Eislauffreunde hier einmal Spaß finden sollen.

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Ursprünglich war vorgesehen, dass „Überlingen on Ice“ an diesem Freitag losgeht. Daraus wird nichts, denn Freizeiteinrichtungen dürfen bekanntermaßen im November nicht öffnen. Doch der Macher der Eisbahn und frühere Überlinger Gemeinderat, Reinhard Weigelt, hat für alle Kufen-Freunde eine positive Nachricht. Er darf die zunächst nur bis zum 6. Januar genehmigte Eisbahn bis Ende des Monats betreiben. Zwar warte er noch auf die schriftliche Bestätigung aus dem Rathaus, doch habe man ihm die gute Nachricht schon mündlich mitgeteilt, berichtet er auf Nachfrage.

Zu solchen Szenen wird es bei der 13. Auflage der Überlinger Eisbahn Pandemie-bedingt wohl nicht kommen.
Zu solchen Szenen wird es bei der 13. Auflage der Überlinger Eisbahn Pandemie-bedingt wohl nicht kommen. | Bild: Kleinstück, Holger

Allerdings: Die Besucher müssen sich auf einige Veränderungen einstellen. Denn natürlich gelten auf dem gesamten Areal die bekannten Abstands- und Hygieneregeln. Gleichzeitig muss er dieses Jahr dafür sorgen, dass die Eisbahn ein in sich geschlossenes Areal ist, es wird nur einen Ein- beziehungsweise Ausgang geben. Das wiederum treibt seine Kosten in die Höhe, weil diese Vorgaben ja kontrolliert und überwacht werden müssen. Wegen des Virus wird der auch bei Nicht-Eisläufern beliebte Eisstadl geschlossen bleiben, dessen Betreiber habe ihm schon abgesagt, so Weigelt. Selbiges gilt für die Lounge. Bewirtet wird natürlich trotzdem, aber im Freien. Ob sich das günstig auf die Verweildauer der Besucher auswirkt, ist fraglich.

Veranstalter fordert von der Politik Planungssicherheit ein

Weigelt hofft jetzt, dass Bund und Länder möglichst bald mitteilen, wie es ab dem 1. Dezember mit Freizeiteinrichtungen weiter geht. Er fordert von den politischen Entscheidern Planungssicherheit ein. Ob‘s damit tatsächlich was wird, steht auf einem anderen Blatt. In der Vergangenheit war es häufig so, dass an Freitagabenden neue Corona-Regeln bekannt wurden, die am Montag darauf schon umgesetzt werden mussten. Je früher der Unternehmer die neuen Rahmenbedingungen kennt, desto früher kann er die Kühlaggregate für seine Eisfläche anwerfen. Sein Ziel ist es, noch in der ersten Dezemberwoche für Glatteis auf dem Landungsplatz zu sorgen.