Mit dem einstimmigen Satzungsbeschluss für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan hat der Gemeinderat grünes Licht für das Bauvorhaben am Franz-Sales-Wocheler-Weg hinter dem ehemaligen Telekom-Gebäude gegeben. Vorausgegangen war ebenfalls einstimmig der Beschluss über den Durchführungsvertrag mit der Firma Betz und Weber Baupartner.

Sieben der 33 Wohnungen mit sozialer Bindung

Der Investor hatte das Areal mit dem Gebäude vor fünf Jahren erworben und plant auf dem bisherigen Parkplatz vier Gebäude mit 33 Wohnungen und Tiefgarage. Es ist das erste Bauvorhaben, das der vom Gemeinderat beschlossenen Sozialquote unterliegt. Der Bauherr hat sich verpflichtet, sieben Wohnungen mit sozialer Bindung zu erstellen. Der Investor ist auch Eigentümer des bestehenden Gebäudes, in dem zahlreiche Vereine Räume angemietet haben.

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Der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan war im Februar 2020 gefasst und seitdem im Detail mehrfach geändert worden. Nicht nur der Naturschutz und einige Anwohner hatten bis zuletzt Kritik an der geplanten Bebauung des Telekom-Areals. Auch die Genehmigungsbehörde machte im Herbst größere Einwände geltend, da die vorgeschriebenen Abstandsflächen zwischen den Gebäuden nicht eingehalten waren. Daraufhin stellten die Architekten im Dezember eine modifizierte Planung mit schlankerer Kubatur vor. Die Gebäudehöhe wurde gegenüber dem ersten Entwurf um ein Geschoss zurückgenommen. Es sind jetzt zweimal zwei und zweimal drei Vollgeschosse, jeweils plus Penthouse.

Kritik an Anzahl der Tiefgaragenplätze

Neben dem Verlust an Bäumen hatten Bürger das zunehmende Verkehrsaufkommen beklagt. Kritisiert worden war zudem, dass zu wenig Tiefgaragenplätze vorhanden seien und dadurch die Umgebung noch stärker durch parkende Autos belastet werde. Die Planung entspreche der geltenden Baunutzungsverordnung, bekräftige allerdings Baubürgermeister Thomas Kölschbach. Für Verwunderung sorgte, dass die erforderliche Ersatzpflanzung für eine Hecke nicht in Überlingen, sondern im Deggenhausertal vorgesehen sei.