Einfach mal nichts tun: Bei vielen Schülern steht das in den sechs Wochen langen Sommerferien ganz oben auf der Liste. Sich von den Strapazen des Schuljahres erholen, das schöne Wetter mit einem Eis am See genießen und keine Gedanken an lästige Aufgaben verschwenden.

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Klingt verlockend, für einige Klimaaktivisten ist das aber überhaupt keine Option. „Der Klimawandel macht keine Sommerpause„ – unter diesem Motto versammelten sich rund 25 „Fridays for Future„-Demonstranten am gestrigen Freitag, um auf die Straßen zu gehen, zu singen und zu demonstrieren.

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„Es sind doch einige Teilnehmer da – dafür, dass aktuell Sommerferien sind“, sagte Max Kuschel von „Fridays for Future Bodensee„. Die Aktivisten seien, wie einige von ihnen betonten, in der Urlaubszeit um jeden Teilnehmer froh.

Die Teilnehmer hörten Hauke Lenk am Kaiserbrunnen zu, der in seiner Rede auf die aktuelle Problematik des Dannenröder Waldes aufmerksam machte.
Die Teilnehmer hörten Hauke Lenk am Kaiserbrunnen zu, der in seiner Rede auf die aktuelle Problematik des Dannenröder Waldes aufmerksam machte. | Bild: Julian Widmann

Durch die Pandemie sei der Klimawandel „leider völlig in Vergessenheit geraten. Es kam nach den Lockerungen erst langsam wieder auf“, sagt Anouk Hennicke von „Fridays for Future Bodensee„. Umso wichtiger sei es, auch in den Ferien Präsenz zu zeigen.

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Und genau deshalb traf sich eine Mischung aus Schülern, Studenten und Auszubildenden gestern am Überlinger Busbahnhof. Gemeinsam mit der Begleitung der Polizei ging es im Anschluss durch die Innenstadt. Endstation war am Kaiserbrunnen an der Hofstadt, wo Ananda Klaar und Hauke Lenk ihre Reden hielten.

Treffpunkt am Busbahnhof.
Treffpunkt am Busbahnhof. | Bild: Julian Widmann

„Leute, lasst das Glotzen sein, reiht euch in die Demo ein.“ Einer der vielen Sprechchöre, die die Aktivisten am Freitag während des rund 20-minütigen Marschs durch die Stadt lautstark mit einigen Megafonen von sich gaben. Aufmerksamkeit erlangt haben die Demonstranten bei den Überlinger Passanten, angeschlossen hat sich von ihnen allerdings niemand.

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Hauke Lenk bei seiner Rede.
Hauke Lenk bei seiner Rede. | Bild: Julian Widmann
Ananda Klaar kritisierte in ihrer Rede die „nicht vorhandene Klimapolitik“ in Brasilien.
Ananda Klaar kritisierte in ihrer Rede die „nicht vorhandene Klimapolitik“ in Brasilien. | Bild: Julian Widmann
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Wichtig war den Demonstranten vor allem auch, auf weitere Streiks aufmerksam zu machen. Denn es dürfe nicht passieren, dass das Thema wieder unter den Tisch gekehrt werde.

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Am weltweiten „Fridays for Future„-Großstreik am 25. September wollen die Überlinger und Friedrichshafener Ortsgruppen zum Beispiel dabei sein und in Friedrichshafen auf die Straße gehen.

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