Katharina Gouders lebt in Aachen in Nordrhein-Westfalen. Dieses Jahr hat sie sich für Urlaub am Bodensee entschieden. Nach Salem kommt sie ohnehin regelmäßig, um ihre Tochter und deren Familie zu besuchen. Die 79-Jährige ist alleinreisend. Sie besucht für den SÜDKURIER Ausflugsziele in der Region und gibt Tipps dazu: Was lohnt sich, was weniger? Worauf sollten Urlauber achten?

Los geht‘s, der Koffer ist gepackt: Katharina Gouders freut sich auf acht Ferientage am Bodensee.
Los geht‘s, der Koffer ist gepackt: Katharina Gouders freut sich auf acht Ferientage am Bodensee. | Bild: Martina Wolters

Schon die Anreise in den Süden ist für Katharina Gouders ereignisreich. Denn auf der Hinfahrt macht sie Station und besucht ihre Enkelsöhne in Kirchheim am Neckar.

Katharina Gouders ist das, was man vielgereist nennt. Sie war schon in der ganzen Welt unterwegs. Bereits in den 1970er Jahren flog sie zusammen mit ihrem mittlerweile verstorbenen Ehemann und ihren zwei Kindern per Propellermaschine nach Rumänien. Viele weitere Urlaube führten sie nach Tunesien, Spanien, Italien, Griechenland und in die Türkei. Per Kreuzfahrtschiff erhielt sie Eindrücke von Israel und Marokko. Mit ihrer Schwiegertochter bereist sie bis heute jährlich einmal mit Auto und Fähre England oder Schottland.

Bild: Bernhardt, Alexander

Großes Interesse für Regionalgeschichte und Landschaftsgestaltung

Drei Jahre lang verbrachten sie und ihr Mann jede freie Minute in ihrem Wohnmobil mit dem Lieblingsziel Provence. Davon schwärmt sie noch heute: „Unabhängig unterwegs sein, die unkomplizierte Kleidung und selber kochen, was frisch vom Markt kommt.“ Auf die Art sei es möglich, viel von den Bewohnern der jeweiligen Ferienregion mitzubekommen. Denn das ist ihr ein Hauptanliegen beim Verreisen: „Ich möchte den Alltag der Menschen vor Ort miterleben“, erklärt Gouders. Ein großes Interesse für Regionalgeschichte und Landschaftsgestaltung kommt hinzu.

Ihr Garten ist ihr ganzer Stolz.
Ihr Garten ist ihr ganzer Stolz. | Bild: Katharina Gouders

Eine weitere große Leidenschaft sind Pflanzen. Ihren blumenreichen Garten daheim in der alten Kaiserstadt beackert Katharina Gouders noch vollständig allein. 33 Jahre hat die gelernte Speditionskauffrau als Vorzimmersekretärin im Aachener Stadtgartenamt gearbeitet. Aus dieser Zeit stammt ihre Liebe zu Bepflanzungen und Blumen wie Bäumen allgemein.

Bodenseeregion erscheint ihr „wie ein Paradies“

Die Bodenseeregion erscheint Katharina Gouders in der Hinsicht jedes Mal erneut „wie ein Paradies“. So freut sie sich auch diesmal auf ihre Bodensee-Urlaubswoche. Auf dem Weg dorthin wartet das erste Highlight für sie: Ihr Enkel Thomas hat ein kleines Familientreffen organisiert. In seiner ganz neuen Wohnung in Kirchheim am Neckar begrüßen er und Partnerin seine Großmama und ihren Sohn Heinz, der seine Mama von Aachen hergefahren hat.

Auf halber Strecke findet ein Treffen mit ihren Enkelsöhnen Philippe (links) und Thomas statt.
Auf halber Strecke findet ein Treffen mit ihren Enkelsöhnen Philippe (links) und Thomas statt. | Bild: Martina Wolters

Der zweite Enkel Philippe reist per S-Bahn aus Stuttgart an. Wegen Corona haben sich alle seit Weihnachten nicht mehr gesehen. Der Erzählbedarf ist daher groß. Stolz zeigt Gouders ihren Enkelsöhnen ihr neues Handy mit großem Display. „Das lässt sich besser bedienen und ich kann damit tolle Fotos machen“, findet sie. Gerade im Hinblick auf den Bodenseeurlaub sei das „perfekt“.

Begeistert führt Katharina Gouders Enkel Thomas ihr neues Handy vor.
Begeistert führt Katharina Gouders Enkel Thomas ihr neues Handy vor. | Bild: Martina Wolters

Eines ihrer Ziele ist die Klosterbaustelle Campus Galli

Was sie diesmal auf jeden Fall anschauen möchte, erzählt sie ebenfalls. Die Klosterbaustelle Campus Galli in Meßkirch steht dabei an oberster Stelle auf ihrer Wunschliste. Neben den Städtchen am See schwebt ihr auch vor, sich im Hinterland umzuschauen und schöne Ausblicke und Wanderungen zu entdecken.

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