Im Parkhotel St. Leonhard fand am Samstag der Landesvertretertag des Landesverbands Baden-Württemberg des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. statt. Der Landesverband ist einer von 16 Landesverbänden in Deutschland. Er hat seinen Sitz in Konstanz. Vorsitzender des Landesverbands ist seit 2018 Guido Wolf, Minister der Justiz und für Europa. Präsident des Volksbundes ist Generalinspekteur a.D. Wolfgang Schneiderhan, der sich Sorgen macht, wenn die geplanten Aktionen wegen der Corona-Pandemie ausfallen müssen. Oberbürgermeister Jan Zeitler bereicherte die Tagung mit Bildern vom Gelände der Landesgartenschau. Sein Kommentar: „Wenn man diese Bilder sieht, wird man wehmütig“.

Erinnerungsstätte am Hartmannsweilerkopf

In seinem ersten Bericht seit 2018 zählte Minister Wolf einige herausragende Ereignisse auf, wie die Aufwertung einer einzigartigen, deutsch-französischen Erinnerungsstätte am Hartmannsweilerkopf jenseits des Rheins und das 100-jährige Jubiläum des Volksbundes 2019. Eine internationale Jugendbegegnung war als Aktionstag für den Volksbund während der LGS geplant.

Existenzsicherung muss verändert werden

Minister Wolf sieht in der Gestaltung des Volkstrauertages eine zukünftige Aufgabenstellung der Kriegsgräberfürsorge und auch die stärkere Gewichtung der Jugend-Schule und Bildungsarbeit. Ziel der Veränderungen müsse langfristig die Existenzsicherung des Volksbundes sein, was nur durch eine Steigerung des Anteils öffentlicher Mittel an der Finanzierung geschehen könne, so Wolf. Es gehe dabei auch um die Erhaltung der Sammlungsstrukturen in den Städten und Gemeinden. In der Vergangenheit wurde der Volksbund testamentarisch mit Vermächtnissen bedacht und konnte den Rückgang der Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen ausgleichen. Man müsse sich jetzt schon auf die veränderte Situation einstellen. Als eine notwendige Verpflichtung sieht Wolf das finanzielle Engagement des Staates an.

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