Endlich wieder Dixieschiff! Deutlich war den Gästen der Shuffle-Boat-Party anzumerken, dass sie die Sause auf dem Bodenseeschiff Schwaben sehr vermisst hatten. Denn die Corona-Pandemie hatte Veranstalter Jürgen Herr in den beiden zurückliegenden Jahren einen Strich durch die Rechnung gemacht. Doch am Freitagabend passte einfach alles.

Die Mississippi Steamboat Chickens spielten zur Begrüßung im Freien auf der MS Schwaben.
Die Mississippi Steamboat Chickens spielten zur Begrüßung im Freien auf der MS Schwaben. | Bild: Holger Kleinstück

„Die Leute hatten Platz, sie konnten sich frei bewegen, sie hatten Spaß, ja, sie waren einfach zufrieden und glücklich“, freute sich Herr, Bandleader der Mississippi Steamboat Chickens. „Ich habe eine so tolle Resonanz erhalten von so vielen Leuten, die sich bei mir persönlich verabschiedet haben.“ Man habe gemerkt, die Partygäste hätten richtig aufgeatmet, ein Knoten sei geplatzt, es sei wie ein Befreiungsschlag gewesen. „Die soziale Ebene ist einfach da gewesen“, resümierte Herr.

„Super Atmosphäre, tolles Ambiente“

Knapp 400 Passagiere waren es, die bei Sommerwetter an Bord des 1937 erbauten Schiffes gingen, welches durch seine anheimelnde Bordatmosphäre als Geheimtipp unter Schiffsliebhabern gilt. Dass es deutlich weniger Gäste als sonst waren, sei eine reine Vorsichtsmaßnahme auch in Bezug auf die Pandemie gewesen. Insbesondere bei schlechtem Wetter hätten sich sonst zu viele Gäste auf dem Schiff gedrängelt, sagte der Organisator.

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Die Partygäste zeigten sich begeistert. „Es ist eine super Atmosphäre, ein tolles Ambiente, schöner kann‘s nicht sein, weil auch das Wetter passt“, urteilte Harald Knauer aus Überlingen. „Es ist immer schön, nette Menschen zu treffen und natürlich tolle Musik zu hören.“ Stammgast bei der Party ist Andreas Pross aus Überlingen. „Ich habe mich so darüber gefreut, wie der Funke von den Musikern auf das Publikum übergesprungen ist. Einfach unglaublich“, sagte er. Auch nicht zu ersten Mal dabei war Franz Schuch aus Salem-Mimmenhausen. „Ich bin immer wieder gern in meiner alten Heimat“, sagte der Ex-Überlinger. „Das Dixie-Schiff ist einfach etwas Einmaliges.“

Drei Bands sorgen für gute Laune

Musikalischer Garant für die ganz besondere Laune auf dem Kursschiff der Weißen Flotte waren die drei Bands. Zum einen natürlich die Mississippi Steamboat Chickens, die auf dem Oberdeck spielten. Ihr Repertoire reichte vom Dixie über New-Orleans-Jazz bis zu Blues und Swing. An Bord befand sich viel Fanpublikum, das die Titel, die die „Chickens“ spielten, bereits sehr gut kannte und immer wieder gern Applaus spendete.

Auf dem Sonnendeck anzutreffen war das Trio Cajon aus Frankenthal, das zum zweiten Mal mit dabei war. Mitgebracht hatte es gecoverte aktuelle Songs und Evergreens, aber auch mitreißende eigene Stücke. Sängerin Sigrun Schumacher gewann mit ihrer Stimme schnelle die Sympathien der Gäste.

Das Trio Cajon sorgte auf dem Sonnendeck für viel Stimmung. Es hatte neben gecoverten aktuellen Songs und Evergreens auch mitreißende ...
Das Trio Cajon sorgte auf dem Sonnendeck für viel Stimmung. Es hatte neben gecoverten aktuellen Songs und Evergreens auch mitreißende eigene Stücke im Repertoire. | Bild: Holger Kleinstück

Und auf dem Hauptdeck begeisterten Cream Cake aus Rosenheim mit eigenen Titeln und Covern quer durch die Musikrichtungen Alternative Rock, Unplugged, New Country, Jazz sowie Funk Crossover.

Die drei Sängerinnen von Cream Cake – (von links) Veronika Zunhammer, Angie Aschbacher und Irmie Stocker – wussten immer ...
Die drei Sängerinnen von Cream Cake – (von links) Veronika Zunhammer, Angie Aschbacher und Irmie Stocker – wussten immer wieder aufs Neue zu begeistern. | Bild: Holger Kleinstück

Wer die Party verpasst hat, darf sich aufs nächste Jahr freuen. Denn Jürgen Herr will wieder mit dem Dixie-Schiff in See stechen.