Advent, Advent, ein Lichtlein brennt – ein Lichtlein? Nein, gleich 52 Lichter erhellen über den Köpfen vieler Überlinger die Innenstadt. Wie geplant sind die Weihnachtssterne am ersten Adventswochenende im Bereich der Münsterstraße in Betrieb gegangen.

Alte Sterne in schlechtem Zustand

Bei den Sternen handelt es sich um neue Exemplare, die die Stadt im Vorfeld dieser Weihnachtszeit gekauft hat. Die vorigen Objekte wurden vor etwa 40 Jahren von Mitgliedsbetrieben des Wirtschaftsverbunds Überlingen (WVÜ) hergestellt und seither genutzt.

Mitte des Jahres war ein Arbeitskreis jedoch zu dem Ergebnis gekommen, dass die Innenstadt eine neue und zertifizierte Weihnachtsbeleuchtung brauche. Die alten Sterne seien in keinem guten Zustand mehr gewesen, begründet die Pressestelle der Stadtverwaltung auf SÜDKURIER-Nachfrage die Maßnahme.

Nur zwei gesponserte Exemplare

Anders als in der Vergangenheit wurde ein Großteil der neuen Sterne nicht von Mitgliedsbetrieben der WVÜ, sondern von der Stadt Überlingen finanziert. 50.000 Euro stellte die Stadt für 50 Sterne und die damit verbundenen Beleuchtung zur Verfügung. Bei zwei weiteren Sternen hätten Sponsoren gespendet, so die Pressestelle.

Bild 1: Die Adventssterne leuchten nun über der Münsterstraße – doch es hätten deutlich mehr werden sollen
Bild: Cian Hartung

Mit den zwei gespendeten Sternen blieb die Überlingen Marketing und Tourismus GmbH (ÜMT) weit hinter der angestrebten Zahl. Im vergangenen August hatte die ÜMT noch die Werbetrommel gerührt. In einer Pressemitteilung wollte man Händler, Bürger und Sponsoren dafür begeistern, die Kosten von 1200 Euro pro Exemplar aufzubringen. Die ÜMT hoffte damals auf mindestens zehn.

Stadt betont Sicherheit der Beleuchtung

Bevor die Sterne in Betrieb gegangen seien, habe eine Prüffirma im Auftrag der ÜMT alle Haken geprüft, an denen die Lichterketten mit Sternen befestigt sind. „Ebenso wurden alle Steckdosen einer messtechnischen Prüfung unterzogen“, so die Stadtverwaltung.

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Hierfür sei die bestehende Haftpflichtversicherung der ÜMT erweitert worden. „Der Versicherungsschein lag rechtzeitig vor Beginn des Aufhängens der Weihnachtsbeleuchtung vor“, so die Pressestelle.

Stromkosten durch Beleuchtung könnte nun sinken

Die Sterne werden lediglich von 16 bis 22 Uhr täglich angeschaltet sein, wie die Stadt bereits Ende Oktober mitteilte. Damit sollen rund 150 Euro eingespart werden. Bislang leuchteten die Sterne durchgehend von 7 bis 22 Uhr.

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Die Stromkosten für die Beleuchtung ergäben laut Stadt bei einem Strompreis von 0,50 Euro pro Kilowattstunde etwa 200 Euro für die gesamte Betriebsdauer. Der Wert könnte nun aber geringer werden. Dieser basierte noch auf Rechnungen mit 60 Sternen von Ende Oktober.