Eigentlich müsste der Tageszähler der Landesgartenschau am heutigen Donnerstag, 16. April, auf „7“ stehen, denn am kommenden Donnerstag, 23. April, wäre der reguläre Start der lange erwarteten Veranstaltung, auf die sich die Stadt am Bodensee seit elf Jahren vorbereitet. Beworben hatte sich Überlingen im April 2009. Doch die Countdownsäule vor dem Rathaus ist irgendwann in den vergangenen Tagen verschwunden.

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Bis vor kurzem warb die Litfaßsäule auch noch für Dauerkarten. Der entsprechende Container am Landungsplatz steht übrigens noch.
Bis vor kurzem warb die Litfaßsäule auch noch für Dauerkarten. Der entsprechende Container am Landungsplatz steht übrigens noch. | Bild: Hanspeter Walter

Dass die Zahl des herabzählenden Coutdownuhr oben korrigiert werden muss, hatte Oberbürgermeister Jan Zeitler schon vor einiger Zeit einräumen müssen. Der Eröffnungstermin war bereits Ende März ausgesetzt worden, ohne einen konkreten neuen zu nennen. Seit den Ankündigungen der Bundesregierung vom vergangenen Mittwoch nun scheint indessen klar zu sein, dass es vermutlich fast 365 Tage Nachspielzeit bis zum neuen Anpfiff geben wird. Denn Großveranstaltungen sind bis zum 31. August untersagt. Zwar gelte es noch zu definieren, was „Großveranstaltungen“ bedeute, sagte Zeitler jetzt auf Nachfrage, um dem Beschluss von Aufsichtsrat und Gemeinderat nicht vorzugreifen, der am kommenden Mittwoch, 22. April, 17 Uhr, eine Entscheidung zu treffen hat. Doch angesichts der hohen Erwartungen von Stadt und Land, was die angestrebten Besucherzahlen angeht (wenigstens 800 000), dürfte die Einordnung kaum schwer fallen.

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„Ich denke doch, dass wir uns in der Einschätzung, dass die Landesgartenschau eine Großveranstaltung ist, einig sein werden“, sagt der Überlinger OB. „Sobald die Gremien getagt haben, werden wir die Öffentlichkeit umfassend informieren.“

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Der Ticketshp-Container auf dem Landungsplatz steht zwar noch, den Countdown am Rathaus haben die Mitarbeiter allerdings schon eingepackt. Er ist verschwunden. Bald wissen sie, wie viel Tage sie zugeben müssen – möglicherweise wären es heute „nur“ noch 363 Tage. Was ist das gegen die 1000, mit denen der Zähler einmal begann? Die Antwort, weshalb die Landesgartenschaugesellschaft ihre Litfaßsäule mit Countdown sang und klanglos beiseite geschafft hat, steht übrigens auch noch aus.