Am Sonntag, 10. Mai steht die erste Schwedenprozession des Jahres im Terminkalender (in einer ursprünglichen Fassung dieses Textes stand fälschlicherweise kommenden Sonntag, also 3. Mai – das war ein Fehler, für den wir um Nachsicht bitten). Coronabedingt findet sie nicht als Prozessionszug durch die Stadt statt, sondern als abgespeckte Version, wie sie sonst auch für Regentage vorgesehen ist, als kirchliche Feier im Münster. Dazu sind, wie Stadtpfarrer Bernd Walter und Oberbürgermeister Jan Zeitler mitteilten, nur kleinere Abordnungen von Kirche und Stadt zugelassen. Die Öffentlichkeit ist ausgeschlossen. Die Messe im Münster beginnt nicht wie sonst üblich am Schwedensonntag um 8 Uhr, sondern erst um 9 Uhr. Der Überlinger Veranstaltungstechniker Heiko Grebing richtet mit Kamera und Mikrophon eine Übertragung ein, die live ins Internet übertragen wird und auf Youtube abgerufen werden kann.

Das könnte Sie auch interessieren

Veranstalter der Schwedenprozession ist nicht die Pfarrei, sondern die politische Gemeinde. Denn sie geht auf zwei vom Magistrat der Stadt abgegebene Gelöbnisse (Gelübde) in den Jahren 1632 und 1634 zurück. Und so sagte OB Jan Zeitler in der jüngsten Gemeinderatssitzung, dass man sich der Tradition durchaus bewusst sei. Einfach absagen war also nicht.

Vortragsreihe kommt wieder ins Rollen

In der Ratssitzung ging Zeitler noch auf eine ganze Reihe weiterer Veranstaltungen ein, die in nächster Zeit stattfinden oder abgesagt werden, um den Vorschriften der Corona-Verordnung zu genügen. So sollen die Feierlichkeiten um das 1250. Stadtjubiläum fortgesetzt und in das Jahr 2021 verlängert werden. Die bislang viel besuchte Vortragsreihe zur Stadtgeschichte könne nach aktuellem Stand ab dem 15. Juni in reduzierter Form weitergehen.

Mit der Schwedenprozession gedenkt Überlingen der Bewahrung vor schlimmeren Angriffen im Dreißigjährigen Krieg. Ob die zweite Schwedenprozession im Juli stattfinden kann, ist noch offen.
Mit der Schwedenprozession gedenkt Überlingen der Bewahrung vor schlimmeren Angriffen im Dreißigjährigen Krieg. Ob die zweite Schwedenprozession im Juli stattfinden kann, ist noch offen. | Bild: Hilser, Stefan

Die Ausstellung „Fasnet hoch 4 – Schwäbisch-alemannische Narretei im Viererbund“ in der städtischen Galerie „Fauler Pelz“ werde wieder zugänglich, sobald es nach der Corona-Verordnung gestattet ist. Gleiches gelte für die Jubiläumsausstellung „Überlingen legendär! – 1250 Jahre sagenhafte Stadtgeschichte“ im städtischen Museum. Der Ausstellungszeitraum werde bis Herbst 2021 verlängert.

Mit spektakulären Nummern untehielt der Überlinger Zirkus Faustino in den letzten Jahren die Besucher beim Promenadenfest. Im Bild die Geschwister Alexa und Laura Kanngießer mit einer Clownsnummer.
Mit spektakulären Nummern untehielt der Überlinger Zirkus Faustino in den letzten Jahren die Besucher beim Promenadenfest. Im Bild die Geschwister Alexa und Laura Kanngießer mit einer Clownsnummer. | Bild: Hilser, Stefan

Das Promenadenfest fällt in diesem Jahr aus. Aufgrund der aktuell unklaren Rechts- und Gesundheitslage sei eine Organisation nicht möglich, teilt die Stadt mit. Dazu Jürgen Jankowiak, Geschäftsführer der Marketing und Tourismus GmbH: „Das Promenadenfest erfordert eine mehrmonatige Vorbereitungsphase. Auch wenn wir den Verzicht auf das Promenadenfest sehr bedauern, so halten wir es für das Beste, Klarheit zu schaffen. Nicht nur wir als Veranstalter, auch die vielen Beteiligten, insbesondere die Überlinger Vereine, brauchen Planungssicherheit. Umso mehr werden wir das nächste Promenadenfest genießen.“

Unser bestes Angebot ist wieder da: die Digitale Zeitung + das neuste iPad für 0 €