Seit gut zwei Jahren leitet Carmen Kindler die Grundschule in Lippertsreute, die sich nach Durststrecken stabilisiert hat und wieder an die 50 Jungen und Mädchen mit den ersten schulischen Bildungsangeboten versorgt. Neben Deisendorf gehört seit Kurzem auch Bambergen zum Einzugsbereich. Mit neuer Küche und Speiseraum ist die Schule nach dem Lockdown nun auch für den Ganztagsbetrieb gut gerüstet. Die Begeisterung der Schüler darüber, wieder gemeinsam in den Klassen zu sein, ist regelrecht spürbar.

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Unterdessen ist der Leiterin mit diesem Schuljahr eine neue Aufgabe zugewachsen. Als Nachfolgerin von Wolfgang Panzner ist Carmen Kindler nun geschäftsführende Rektorin für die Überlinger Schulen. Damit vertritt sie die Schulaufsichtsbehörde gegenüber den Überlinger Schulen, für die das Schulamt Markdorf zuständig ist. Als erster Ansprechpartner für den Schulträger koordiniert sie Themen und Termine.

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„Die geschäftsführenden Schulleiter im Gebiet eines Schulträgers haben bei der Besorgung von Angelegenheiten, die mit Rücksicht auf die Einheit des örtlichen Schulwesens einheitlich geregelt werden müssen, das gegenseitige Einvernehmen herzustellen, bei allen übrigen verschiedene Schularten berührenden Angelegenheiten sich miteinander ins Benehmen zu setzen“, heißt es im Schulgesetz.

Neue Aufgaben für Carmen Kindler

Carmen Kindler macht es etwas konkreter. „Zu den Aufgaben gehören unter anderem die Ansetzung von Informationsabenden für die Viertklässler oder auch die Bearbeitung von Anträgen auf Schulbezirkswechsel.“ Die Absprache von beweglichen Ferientagen kann sie lediglich vorbereiten. „Die Entscheidung darüber trifft der Gesamtelternbeirat“, der für die Regelschulen plus Gymnasium zuständig ist.

Lippertsreuter Grundschüler haben Lockdown gut verkraftet

Den Lockdown hätten die Lippertsreuter Schüler ganz gut verkraftet. „Am Anfang war die Motivation recht groß, die Aufgaben zu Hause erledigen zu dürfen“, hat die Schulleiterin beobachtet. „Doch nach einigen Wochen hat dies etwas nachgelassen.“ Sie sei froh, dass alle wieder wohlbehalten zurück seien, sagt Kindler.

Räumlich und mit Ehrenamtlichen gut versorgt

Was die Räumlichkeiten angeht, sei die Schule gut versorgt, nachdem die Katholische Landjugend ihren Freizeitraum abgegeben hat. Dort wird im farbenfroh eingerichteten Speiseraum das Essen serviert. Gut versorgt ist die Schule laut Kindler auch mit Ehrenamtlichen für die Nachmittagsbetreuung: „Sogar eine Gymnasiallehrerin gehört dazu.“