Siebeneinhalb Monate war sie coronabedingt geschlossen – ab 18. Juni öffnet die Bodensee-Therme Überlingen wieder. Die Gäste können dann Sauna und Badebereich unter Einhaltung der aktuell gültigen Corona-Verordnung wieder nutzen. „Wir können eine Art Ozean-Riese wieder in Betrieb nehmen“, drückte es Betriebsleiter Peter Koop beim Pressegespräch in der Therme aus. Zwar ist der Besuch vorerst nur mit Einschränkungen möglich, aber das Team um Koop freut sich, als eine der wenigen Thermen komplett alle Bereiche öffnen zu können.

Anfangs maximal 300 Besucher gleichzeitig zugelassen

Für die Sicherheit der Besucher sorgt das schon im Sommer 2020 bewährte Hygienekonzept mit reduzierter Besucherkapazität, AHA-Regeln, Maskenpflicht in den Restaurants sowie im Eingangsbereich. Ein Einlass ist zu Beginn der stufenweisen Wiedereröffnung nur mit einem gültigen Online-Ticket und gemäß der Drei-G-Regel (getestet, geimpft, genesen) möglich. Damit Gäste ihren Besuch planen können, sind Tickets bereits sieben Tage im Voraus buchbar. „Mehr als 300 Personen sind gleichzeitig nicht zugelassen“, macht Koop aufmerksam. „Es wird also zu Beginn sehr ruhig verlaufen, wenn man bedenkt, dass sonst an Spitzentagen bis zu 780 Personen gleichzeitig in der Therme sind.“

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Zeitler: Gästen sollen neue Attraktionen geboten werden

Oberbürgermeister Jan Zeitler freute sich, dass mit der Wiedereröffnung ein weiterer touristischer Baustein in Überlingen hinzukomme. „Die sieben Monate waren schon schmerzhaft“, bedauerte er. „Wir hätten uns niemals erträumt, solange schließen zu müssen.“ Es werde höchste Zeit, den Gästen neue Attraktionen bieten zu können: Zeitler sprach eine neue Innensauna, den neuen Kleinkindbereich, einen ganzjährigen Seezugang vom Thermenstrand aus und eine neue LED-Beleuchtung an.

So sieht die neue Kräutersauna der Bodensee-Therme in Überlingen aus. Saunagänger können hier den natürlichen Duft von Eukalyptus, Kamille, Pfefferminz und anderen Kräutern genießen.
So sieht die neue Kräutersauna der Bodensee-Therme in Überlingen aus. Saunagänger können hier den natürlichen Duft von Eukalyptus, Kamille, Pfefferminz und anderen Kräutern genießen. | Bild: Holger Kleinstück

Zwangspause für Renovierungen und Neuerungen genutzt

Denn die Zeit der coronabedingten Zwangspause nutzten die Verantwortlichen für zahlreiche Renovierungen und Neuerungen. „Selbst der Stammgast wird merken, dass sich viel Neues getan hat“, sagte Koop. Die Zeit bis zur Wiedereröffnung werde intensiv genutzt, um alles für die ersten Gäste vorzubereiten. Hierzu sind alle Mitarbeitenden wieder aus der Kurzarbeit zurückgeholt worden. „Erfreulicherweise ist ein Großteil des Teams der Bodensee-Therme Überlingen treu geblieben“, freut sich Peter Koop.

SWÜ-Geschäftsführer Jürgen Jankowiak machte darauf aufmerksam, dass die Sicherheit der Gäste und des gesamten Teams der Bodensee-Therme im Mittelpunkt aller Maßnahmen stehe. Auch er freue sich, jetzt den Betrieb mit Einschränkungen wieder aufnehmen zu können: „Wir hoffen, durch stabile Inzidenzen und weitere Lockerungen schon bald wieder die Therme in vollem Umfang anbieten zu können.“

Ein neuer Zaun trennt jetzt die Bodensee-Therme vom Strandbad West (rechts) ab.
Ein neuer Zaun trennt jetzt die Bodensee-Therme vom Strandbad West (rechts) ab. | Bild: Holger Kleinstück

Dampfbäder müssen noch zu bleiben, Massagen sind möglich

Kurse und Events können aufgrund der aktuellen Corona-Verordnung noch nicht stattfinden; das Schulschwimmen soll voraussichtlich wieder nach den Sommerferien starten. Massagen sind möglich, allerdings ist derzeit eine Anmeldung erforderlich. Die beiden Dampfbäder im Thermen- und Saunabereich müssen noch geschlossen bleiben. Die Saunen werden für eine begrenzte Besucherzahl geöffnet, um ausreichend Abstand zu ermöglichen. Aufgüsse mit Wedeln sind noch nicht möglich, hier wird es Verduftungen geben. In der neuen Kräutersauna können die Besucher den natürliche Duft von Eukalyptus, Kamille, Pfefferminz und vielen anderen Kräutern erleben.

Verlust von mindestens 500 000 Euro ewartet

Wie im Pressegespräch deutlich wurde, müsse man mit einem Verlust von mindestens 500 000 Euro rechnen. Das sei allerdings deutlich weniger als ursprünglich prognostiziert. Die Stadtwerke Überlingen, die die Bodensee-Therme betreiben, haben bereits Unterstützungsleistungen vom Land Baden-Württemberg und dem Bund erhalten: Etwa 685 000 Euro aus der Stabilisierungshilfe des Landes für Thermen und Mineralbäder, aus der November- und Dezemberhilfe rund 519 000 Euro und aus dem „ÖPNV Rettungsschirm“ rund 80 000 Euro. „Bezogen auf die SWÜ sind wir mit einem blauen Auge davongekommen“, sagte Oberbürgermeister Jan Zeitler.

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