Es geht um zwei schmale Grundstücke, die sich auf Höhe der Jodokstraße von der Friedhofstraße weit in Richtung Stadtgraben nach Norden erstrecken. Dabei hatte der Ausschuss zuvor schon dem städtebaulichen Vertrag zugestimmt, der aufgrund des gesamten Bauvolumens auch die fällige Sozialquote von 30 Prozent vorschreibt.

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Gleichermaßen verwundert zeigten sich Baubürgermeister Matthias Längin und Stadtplaner Thomas Kölschbach über die Ablehnung der Vorlage. Aus ihrer Sicht hatte der Antragsteller mehrere zuvor kritisierte Punkte geändert und sei damit den Kritikern deutlich entgegengekommen.

In dem Areal zwischen Friedhofstraße und Stadtgraben waren schon vor längerer Zeit einige Wohngebäude quasi in der zweiten Reihe erstellt worden. Ursprünglich hatte auch der jetzige Antragsteller zwei Häuser hintereinander vorgesehen gehabt. Den Wunsch, sich auf ein Gebäude zu beschränken, hatte er durch eine Verschiebung nach Süden und eine Verbindung der beiden Häuser zu erfüllen versucht.

Vorhaben zweimal auf Wunsch des Gremiums geändert

Für das neueste Konzept votierten daher Ingo Wörner (FDP), Hubert Büchele (ÜfA/FWV) und Michael Wilkendorf (SPD). Das Vorhaben sei nun zweimal auf Wunsch des Gremiums geändert worden, erklärte Hubert Büchele. „Bei aller Liebe zur Altstadt: Wir müssen auch Wohnraum schaffen“, sagte er und sah in der Zustimmung auch ein Zeichen der Verlässlichkeit. Nicht nur für Bernadette Siemensmeyer (LBU/Grüne) und Kristin Müller-Hausser (BÜB+) passte die lange schmale Bebauung mit Tiefgarage nach wie vor nicht in das Quartier. Sie sorge für weiteren Druck auf die noch verbliebenen Grünflächen in Richtung Graben. Auch Ulrich Krezdorn (CDU) beurteilte die Pläne als zu überdimensioniert. Zulassig sei die abweichende Bauweise mit der Maßgabe, heißt es im Textteil, „dass der Gesamtbaukorper bei maximaler Ausnutzung der festgesetzten Baugrenzen eine Lange von uber 50 Metern aufweisen darf“.

Nach mehreren Anläufen mit geändertem Entwurf bewertete Stadtplaner Thomas Kölschbach das Vorhaben nun als „durchaus verträglich mit der Siedlungsstruktur“. Ja, nachdem der Antragsteller bei seiner Planung in verschiedener Hinsicht entgegengekommen sei, würde er sich an dessen Stelle vergackeiert fühlen durch eine erneute Ablehnung, sagte der Stadtplaner sinngemäß.

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