Die Bauarbeiten am Uferpark für die Landesgartenschau schreiten voran. Am Montag, 11. September, beginnt der zweite Bauabschnitt. Zunächst stehen die Uferabflachung und umfangreiche Erdbewegungen im Vordergrund. Der Erdaushub muss auf Altlasten untersucht werden, da das zu bearbeitende Gelände einst Standort einer Tankstelle war, teilt die LGS GmbH mit. Wie es weiter heißt, werden die Bodenarbeiten vom Landratsamt und einem Bodengutachter begleitet. Die Kampfmittelsondierung beginne frühestens ab Oktober, schreibt die LGS GmbH, die mit dem bisherigen Verlauf der Arbeiten vollauf zufrieden ist: "Die Baustelle liegt voll im Kosten- und Zeitplan."

Mit Beginn des zweiten Bauabschnitts wird der Thermenparkplatz auf dem ehemaligen Graf’schen Gelände ab Montag geschlossen. Darüber informiert das Stadtwerk am See. Als Ausgleich stünden rund 70 Parkplätze entlang der neuen Bahnhofstraße sowie in Kürze der neue Parkplatz neben der Therme zur Verfügung.

Auch die Tauchgruppe Überlingen (TGÜ) wurde von der LGS GmbH darüber informiert, ihr Tauchplätze bis Montag räumen zu müssen. Dem sind die Taucher bereits nachgekommen, "allerdings sind wir irritiert und enttäuscht von der Vorgehensweise der Stadt Überlingen", wie der TGÜ-Vorsitzende Dirk Diestel in einem Brief an Oberbürgermeister Jan Zeitler schreibt.

Obwohl sich die Taucher bereits früh für die LGS ausgesprochen hätten und der damalige Baubürgermeister Brettin und der damalige Chef des Grünflächenamtes, Roland Leitner, "unsere Angebote, für die Zeit der LGS unser Plätzle zur Verfügung zu stellen" dankbar angenommen hätten, gebe es bis heute kein Entgegenkommen seitens der Stadt. "Uns wurde zugesagt, dass im Gegenzug sowohl während der Bauzeit, während der LGS und danach sinnvolle Lösungen für die Überlinger Taucher gefunden werden", schreibt Diestel. "Leider wurde daraus nichts mehr."

Bis heute habe die TGÜ keinerlei offizielle Mitteilung der Stadt bekommen, "nicht einmal eine eigentlich notwendige Kündigung der Nutzungsvereinbarung". Im "Interesse einer einvernehmlichen Lösung" habe die TGÜ aber beschlossen, auf ein Rechtsmittel zu verzichten und das Grundstück zu räumen. "Wir möchten Sie, die Verwaltung und den Gemeinderat aber herzlich bitten, mit uns zusammen eine Lösung für die TGÜ und die vielen auswärtigen Taucher zu finden", heißt es im Brief an OB Zeitler. Am Montag wollen sich Mitglieder der TGÜ mit einem kleinen Treffen vom Taucherplätzle verabschieden.