Mit zwei neuen Löschfahrzeugen für die Abteilungen in Bambergen, Deisendorf und Nußdorf modernisiert die Überlinger Feuerwehr ihren Fuhrpark. Am vergangenen Samstag wurden die beiden Fahrzeuge vom Typ LF 10 vor dem Gerätehaus in Bambergen von Pfarrer Bernd Walter geweiht.

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Der Bamberger Abteilungskommandant und stellvertretende Überlinger Gesamtkommandant Wilfried Brodmann zählte in seiner Begrüßung die Vorzüge und Besonderheiten der neuen 290 PS starken und zwölf Tonnen schweren Löschfahrzeuge auf.

Mit weniger Handgriffen mehr Effizienz

„Die Fahrzeuge verfügen über eine neue Pumpen- und Spritzentechnik und sind mit einem 1200 Liter fassenden Wassertank sowie 120 Liter Löschschaum ausgestattet.“ Die neue Technik biete mit weniger Handgriffen mehr Effizienz. Pro Einsatz könnten so etwa fünf bis zehn Minuten eingespart werden. Da zähle jede Minute, sagte Brodmann.

630.000 Euro für die beiden Fahrzeuge

Das Fahrzeug für den sogenannten Ausrückebereich-Ost, den die Abteilungen Deisendorf und Nußdorf abdecken, beinhaltet zusätzlich einen mobilen Hilfeleistungssatz für Verkehrsunfälle, bestehend aus einer Schere und einem Spreizer. Das neue Bamberger Feuerwehrauto kann durch spezielle Stützen gerade in schwierigem Außengelände sicher aufgestellt werden. Die Kosten für die Fahrzeuge beliefen sich insgesamt auf 630 000 Euro. 180 000 Euro steuerte der Bodenseekreis bei, 450 000 Euro zahlte die Stadt Überlingen.

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Pfarrer Walter verglich den Dienst der Feuerwehr mit christlichem Handeln. „Sie fragen nicht, für wen Sie das tun“, sprach er die anwesenden Feuerwehrleute an und erbat für sie besonderen Schutz bei ihren Einsätzen mit den neuen Fahrzeugen.

Aufgabe für den neuen Gemeinderat

Oberbürgermeister Jan Zeitler stellte in seinem Grußwort den Bau eines gemeinsamen Feuerwehrgerätehauses für die zusammen 65 Kräfte starken Abteilungen Deisendorf und Nußdorf in Altbirnau in Aussicht. Bevor dort gebaut werden könne, müsse aber erst noch die Teiländerung des dort geltenden Bebauungsplans beschlossen werden. Die Realisierung des Neubaus sei damit eine Aufgabe für den neuen Gemeinderat, der Ende Mai gewählt wird, so Zeitler.

Abteilungskommandant wünscht sich zeitnahe Lösung

Der Nußdorfer Abteilungskommandant Jürgen Specker hofft indes auf eine zeitnahe Lösung: „Momentan kampieren wir mit unseren Fahrzeugen und Geräten in einem Zelt an einem Interimsstandort bei der Firma Diehl.“