Ob es schon mal eine Flaute in seinem Leben gab, will Alican vom Minister für Soziales und Integration wissen. Der 16-jährige Fragesteller interessiert sich auch dafür, wie ein Tag als Minister aussieht, was Manne Lucha mit auf eine einsame Insel mitnimmt oder, warum er die Politikerlaufbahn eingeschlagen hat.

Flauten in Form von Beanstandungen gibt es im Ministeramt immer wieder, wie Lucha beim Seegespräch, einer Kooperation von Linzgau Jugendhilfe, der Familienhilfeeinrichtung Rückenwind und SÜDKURIER, erklärt. Entscheidend ist für den gebürtigen Oberbayer Lucha, ob einem entgegen gebrachte Vorwürfe zuträfen, oder nicht.

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Sei etwas dran an der Kritik, geht es laut Lucha darum, „es besser zu machen“. Ansonsten rät er dazu, „stark genug zu sein, den Vorwürfen entgegenzutreten“. Flaute im Sinne von „Projekte nicht umsetzen oder nichts bewegt bekommen, spüre ich aber nicht“, unterstreicht Lucha. Er spricht davon, dass Menschen in politischen Ämtern „nicht immer sanft behandelt werden“. Wichtig ist ihm auch, dass Politiker einen sehr hohen Zeitaufwand für ihre Tätigkeit haben. „Die Sorgen und Nöte der Menschen enden nicht an einer 35-Stunden-Woche.“

Respektvolles Miteinander

„Ist es wichtig, sich für Politik zu interessieren“, fragt Alican den langjährig politisch Aktiven. Das Minister-Ja fällt eindeutig aus. Politik spiegle die „Spielregeln“ respektvollen Miteinanders. Luchas Rat bestärkt daher dazu, sich täglich per Tageszeitung darüber zu informieren, „was Lokales geschieht“.

Der junge Interviewer möchte noch wissen, welchen Politiker Lucha gerne einmal persönlich treffen möchte. Schnell hat der Gefragte die Antwort parat: „Den Papst und Barack Obama.“

Das Seegespräch mit Manfred Lucha Minister für Soziales und Integration in Baden-Württemberg:

Die Interviews finden auf dem Segelboot Seemops statt. Das Besondere an der Gesprächsreihe auf dem Bodensee sind die Fragen. Sie werden aus Sicht von Jugendlichen gestellt, die in Heim- oder Familienhilfeeinrichtungen sozialpädagogisch betreut werden.

Zusammen mit dem Medienpädagogen und Linzgau-Pressesprecher Alex Friedrichs werden sie zusammengestellt. Die Seegespräche werden auf Video aufgezeichnet und können im Internet angesehen werden.

Bevor es an Bord des Segelboots Seemops geht, wird Mnister Manne Lucha (Zweiter von Rechts) von Überlingens stellvertretendem Bürgermeister Günter Hornstein, von Alican von der Linzgau Kinder- und Jugendhilfe sowie dem Einrichtungsleiter Roland Berner begrüßt.
Bevor es an Bord des Segelboots Seemops geht, wird Mnister Manne Lucha (Zweiter von Rechts) von Überlingens stellvertretendem Bürgermeister Günter Hornstein, von Alican von der Linzgau Kinder- und Jugendhilfe sowie dem Einrichtungsleiter Roland Berner begrüßt. | Bild: Martina Wolters