„Was Macht mit Menschen macht – Beiträge zu einer Psychopathologie der Macht“ lautet das Rahmenthema der Veranstaltung. „Um dem Weltburgertum näher zu kommen“, betonen die Veranstalter in ihrer Ankündigung, „mussen auch die Strukturen von Macht im gesellschaftlichen und im politischen Raum sowie die Akzeptanz von Macht hinterfragt werden.“

Der Arzt und Schriftsteller Till Bastian wird zweimal sprechen. Zum Einen wird er eingehen auf das Erbe des Erasmus-Weltburgertums heute und auf die wenig beachtete 500-jährige Wiederkehr des Erscheinens der pazifistischen Schrift „Klage des Friedens“ des Humanisten. Am Freitagabend wird Bastian zudem das neu erschienene Buch vorstellen, das er zusammen mit Gregor Lang-Wojtasik (PH Weingarten) geschrieben hat: „Das Erbe des Erasmus. Die Klage des Friedens und die Hoffnung auf Weltburgertum“. Zum anderen wird sich Bastian am Samstag aus psychotherapeutischer Sicht einem Thema nähern, das in dieser Weise in Deutschland kaum diskutiert werde, nämlich der Psychopathologie der Macht. Der Renaissance des Nationalismus widmet sich der Friedensforscher Erich Schmidt-Eenboom. Sein Thema: Egomanen an der Macht. „Was Putin, Erdogan und Trump verbindet und auf welche Nationalismen sie ihren Aufstieg stutzten“. Der Friedensforscher wurde jüngst durch Auftritte in der TV-Sendung „Maybritt Illner“ bekannt. Seine Sorge um den Zustand der Bundeswehr trägt Jurgen Rose, Oberstleutnant a.D., vor: „Staat im Staat. Rechtsnihilismus, Machtmissbrauch und organisierte Verantwortungslosigkeit in der Bundeswehr“, lauten seine Vorwürfe. Rose will seinen gut dokumentierten eigenen Fall, die „Causa Rose“, in den Zusammenhang der jungst bekannt gewordenen Missstände in der Bundeswehr stellen.

 

 

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