Es geht um das Leben von indigenen Menschen in Nordamerika im Allgemeinen, es geht um ganz konkrete politische Konflikte und um den Protest gegen Pipelines, die die Wasserversorgung der Bewohner in dieser Region beeinträchtigen könnten. Kein kleines Thema und kein kleines Pensum, das sich die 19-jährige Waldorfschüleirn Elena Hauter aus Herdwangen-Schönach für ihre ganzjährige Projektarbeit vorgenommen und auch bewältigt hat. Herausgekommen ist dabei unter anderem eine 33-minütige Dokumentation, die selbst Raye Zaragoza aus dem US-Staat Kalifornien "impressing", beeindruckend, findet.

Im Rahmen ihre Recherchen war die Schülerin auf die 24-Jährige Sängerin gestoßen und hatte sie gemeinsam mit Gunter Lange aus Konstanz an den Bodensee eingeladen. Um kleine Konzerte zu geben und über die Sorgen der indigenen Menschen zu berichten. "Singer.Songwriter.Peacemaker" nennt sich Zaragoza selbst. "Beim Nordamerika-Filmfestival in Stuttgart bin ich mit dem Thema erstmals in Berührung gekommen", sagt Elena Hauter. Das veranstaltet Kulturmanager Lange seit 2004 alle zwei Jahre, das nächste Mal im Januar 2018. Hier präsentieren indigene Menschen eigene Filme, geben Einblicke in ihr heutiges Leben und ihre Situation. "Das sind nicht nur die Federschmuck tragenden Indianer, die wir im Kopf haben", betont die Schülerin. Gerade bei den Festivals haben sie die Gelegenheit, sich als Künstler zu präsentieren, Musiker, Tänzer, Filmemacher.

Welche Anfeindungen es bis heute gibt, musste Raye Zaragoza schon als Achtjährige in ihrer Schule erleben. Dort hatte ihr Lehrer im Unterricht die Indigenen als "wilde Menschen, die man bekämpfen muss", bezeichnet. Doch die Achtjährige hielt mutig dagegen. "Das stimmt nicht. Auch meine Vorfahren sind indigen", erklärte sie. Sie selbst stammt von den "Pima" in Arizona ab, ihr Vater war allerdings gefragter Schauspieler in New York.

Mit ihren Liedern und ihrer Botschaft will Zaragoza auf diese Probleme aufmerksam machen. Wer sie singen hört und sieht, der denkt unvermittelt an eine Joan Baez in jungen Jahren. Die Sängerin ist in Musik und Geist auch eines der Vorbilder von Zaragoza. In Konstanz und an der Überlinger Waldorfschule bekamen die Zuhörer einen lebendigen Eindruck davon.

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