Münsterpfarrer Karl-Heinz Berger (65), der sein Amt wegen Krankheit seit Wochen nicht ausüben kann, ist offensichtlich gesundheitlich ernsthaft angeschlagen. Der leitende Pfarrer der Seelsorgeeinheit Überlingen im Dekanat Linzgau trete in den vorzeitigen Ruhestand, teilte das Erzbischöfliche Ordinariat am heutigen Sonntag mit. Nach einem mehrwöchigen Kur- und Krankenhausaufenthalt hätten die Ärzte Pfarrer Berger jetzt zu diesem Schritt geraten. Erzbischof Stephan Burger habe dem zugestimmt. Das bedeute, dass Pfarrer Berger zum Ende seinen jetzigen Klinikaufenthalts in den Ruhestand gehe. Die Pfarrstelle werde in einem der nächsten Amtsblätter der Erzdiözese Freiburg ausgeschrieben. Berger hatte 2014 die Nachfolge von Münsterpfarrer Hansjörg Weber angetreten.

Die Erzdiözese danke Pfarrer Berger für seinen engagierten Dienst in Baden-Baden, Sigmaringen und Überlingen und wünsche ihm für seine Genesung alles Gute, heißt es weiter in der Pressemitteilung.

Karl-Heinz Berger wurde 1953 in Schwenningen geboren. Die Priesterweihe empfing er im Jahr 1980, schildert das Erzbischöfliche Ordinariat weiter in der Vita. Zunächst übernahm er eine Vertretungsstelle in St. Ulrich, in Rheinhausen-Oberhausen. Anschließend war er als Vikar in St. Maria in Gengenbach und in Mariä Himmelfahrt in Engen tätig. Von 1982 bis 1985 war er Pfarrverweser in St. Antonius, Eggenstein-Leopoldshafen. Von 1986 bis 1987 war er als Pfarradministrator in St. Bonifatius Baden-Baden-Lichtental tätig, anschließend bis 1999 als Pfarrer. Ab 1999 war er Pfarrer in der heutigen Seelsorgeeinheit Sigmaringen. Seit 2014 war er leitender Pfarrer der Seelsorgeeinheit Überlingen im Dekanat Linzgau. Zusammen mit den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern war er für die Seelsorge von rund 9000 Katholiken in den Pfarrgemeinden St. Nikolaus (Überlingen), St. Verena (Überlingen-Andelshofen), U.L. Frau (Überlingen-Lippertsreute), St. Peter und Paul (Owingen) und St. Mauritius (Owingen-Billafingen) verantwortlich.