Das gab es in den vergangenen Jahrzehnten nur ganz selten: Ein Jahreswechsel, zu dem es von der Polizei keine einzige Meldung gibt. Was im Umkehrschluss dafür steht, dass es in der Stadt keine ernsteren Zwischenfälle gab. Die große Mehrheit hielt sich wohl auch an das Böllerverbot in der historischen Altstadt, hier waren kaum Detonationen zu sehen oder zu hören. Das meiste Feuerwerk war an der Promenade zu beobachten, obwohl es auch hier eigentlich verboten wäre.

"Aber es war ein angenehmes Silvester", fasst SÜDKURIER-Fotograf Jürgen Gundelsweiler zusammen, der in der Nacht des Jahreswechsels auf den Münsterturm stieg und von dort oben traumhafte Fotos mache und unvergessliche Eindrücke sammelte. "Es war einfach göttlich da oben", sagt Gundelsweiler. Auch weil der kalte Wind die Qualmwolken des verbrannten Schwarzpulvers und der anderen Chemikalien schnell fort geweht habe.

Seinen positiven Eindruck, den er während des Fotografierens in der Nacht gewann, sah Gundelsweiler auch am Neujahrstag bestätigt, als er mit der Kamera auf der Suche nach den Überresten der Silvesterfeiern war. "Man hatte den Eindruck, es war weniger Dreck in den den vergangenen Jahren."