Die Landesgartenschau (LGS) wird eine Seebühne bekommen. Die finanzielle Umsetzung dieses lange diskutierten Projekts ermöglicht die Sparkasse Bodensee, deren Namen die temporäre, schwimmende Veranstaltungsfläche tragen wird. In einem Pressegespräch präsentierten die Landesgartenschau Überlingen 2020 GmbH und Vertreter der Sparkasse jetzt ihre Vereinbarung über eine "Premium Partnerschaft". Dabei handelt es sich um Sponsoring "in finanziell beachtlicher Weise" wie es in einem Grußwort des Landrats Lothar Wölfle heißt. Um welche Summen es sich dabei handelt, wollen beide Seiten nicht offenlegen.

So sehen die ersten Pläne der schwimmenden Seebühne vor dem LGS-Gelände aus.
So sehen die ersten Pläne der schwimmenden Seebühne vor dem LGS-Gelände aus. | Bild: Sabine Busse

"Wir haben uns diese Partnerschaft immer gewünscht", sagte OB Jan Zeitler. Ungefähr ein Jahr lang habe man miteinander verhandelt und schließlich beide profitiert. Lothar Mayer, Vorsitzender des Vorstands der Sparkasse Bodensee, sieht das ähnlich. "Durch unsere regionale Verwurzelung ist es für uns wichtig, uns bei diesem bisher einzigartigen Ereignis am Bodensee zu engagieren." Ausschlaggebend hierbei wäre der langfristige und nachhaltige Charakter, da das Gelände über den Ausstellungszeitraum hinaus das westliche Bodenseeareal aufwerte. So rechnet er mit wirtschaftlichen Impulsen für den Mittelstand. Die Sparkasse fördert neben der Seebühne auch die Spielgeräte im Kleinkinderspielbereich, die nach der LGS noch im Bürgerpark Familien als Anziehungspunkt dienen sollen.

Ohne Sponsoren nicht möglich

LGS-Geschäftsführer Roland Leitner betonte, dass ein Vorhaben dieser Größenordnung nicht ohne Sponsoren auskomme. "Es braucht Partner, um die Dynamik eines so großen Projektes umzusetzen." Die Seebühne gehöre zu den frühen Ideen, deren Realisierung eine finanzielle, aber auch technische Herausforderung darstelle. Die auf Pontons schwimmende Veranstaltungsfläche soll die gleiche Größe wie beispielsweise die Bühne in Lahr haben und über alle nötigen technischen Einrichtungen sowie Garderoben für die Künstler verfügen. Das Publikum wird vom Land aus die Darbietungen verfolgen. Der terrassierte Bereich böte rund 700 Sitzplätze, der so ausgeweitet werden könne, dass bis zu 3000 Zuschauer Platz fänden. "Die Seebühne wird ein großartiges Element und bisher einmalig auf einer Landesgartenschau!"

Leitner: Vorhaben liegen voll im Plan

Für Leitner liegen nicht nur die Bauarbeiten, sondern auch die Anzahl der unterzeichneten Sponsoring-Verträge voll im Plan. Die Sparkasse Bodensee ist der erste Premium Partner. Dazu gibt es noch ein Autohaus, das als "Classic Partner" Fahrzeuge zur Verfügung stellt. Fahrräder für die Mitarbeiter leiht ihnen ein "Förderer" und ein "Basis Partner" überwies eine Spende. In welche Kategorie sich die Unterstützer einreihen können, hängt von der Höhe des Engagements ab. Dafür wird dann der Name des Spenders an entsprechender Stelle genannt. Die heiße Phase der Sponsorensuche geht gerade erst los. Mit Hilfe eines Dienstleisters werden Unternehmen angesprochen. Die Profis bieten dabei thematisch passende Projekte an, so können Sportgeräte auf dem Gelände den Namen eines Herstellers von Fitnessartikeln tragen. "Viele Sponsoren entscheiden sich erst im letzten Jahr vor der Eröffnung, sich zu engagieren", erläutert Petra Pintscher von der LGS. Jetzt habe das Projekt schon sichtbare Konturen und auch die Akzeptanz bei der Bevölkerung sei ablesbar.

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Welche internationale Strahlkraft das Projekt schon hat, konnte Jan Zeitler belegen. Er wird am 8. April im Rahmen einer Sitzung der "Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen" (UNECE) in Genf die LGS bei der Ausstellung "Smart Sustainable Cities" präsentieren. Dort werden sich Bürgermeister über innovative und nachhaltige Stadt-Konzepte informieren. Die Einladung dazu traf gerade erst ein.