Besser hätte die zwölfte Auflage der Überlingen Open kaum zu Ende gehen können. Bei traumhaftem Tennis-Wetter war der Center Court beim Finale zwischen Vorjahressieger Peter Heller und Louis Weßels voll besetzt. Etwa 700 Zuschauer waren vor Ort. Teils positionierten sie sich sogar auf dem gesperrten Radweg, um den beiden besten Spielern der Turnierwoche zuzuschauen.

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Der Finaltag startete allerdings bereits um 10 Uhr mit dem traditionellen Brunch. Viele Besucher nutzten die Möglichkeit, um den Sonntag auf dem Tennisplatz des TC Überlingen zu starten. Musikalisch wurden sie von der eigens zusammengestellten „Übrasslinger Polka Combo“ unterhalten.

Show-Doppel unterhält Zuschauer

Da das Doppel-Endspiel laut Verbandsvorschrift bereits am Samstag stattfinden musste – es gewannen Valentin Guenther und Louis Weßels – gab es erstmals vor dem großen Finale ein Show-Doppel. Mit dabei waren der Handball-Weltmeister von 2007, Markus Baur, und Schauspieler und Sänger Mark Keller. Sie spielten gegen den Präsidenten des TC Überlingen, Michael Stehle, und die beiden Tennis-Profis Mick Veldheer und Valentin Guenther. Dabei bekamen die Zuschauer eine unterhaltsame Partie geboten.

Handball-Weltmeister Markus Baur (links) freut sich über einen Punkt, den er im Show-Doppel mit Mark Keller (rechts), per Hand gemacht hat. Vorne sitzt Tennisprofi Mick Veldheer, der vom Ball getroffen wurde.
Handball-Weltmeister Markus Baur (links) freut sich über einen Punkt, den er im Show-Doppel mit Mark Keller (rechts), per Hand gemacht hat. Vorne sitzt Tennisprofi Mick Veldheer, der vom Ball getroffen wurde. | Bild: Jäckle, Reiner

Darauf folgte dann das Finale zwischen den beiden top-gesetzten Spielern Peter Heller und Louis Weßels. Schnell führte Heller und zeigte seine Kämpferqualitäten. Er retournierte nahezu jeden Ball und wartete auf die Fehler von Weßels. Dieses Konzept ging letztlich auf, denn mit 6:1 und 6:4 ließ Heller seinem Gegner keine Chance und schaffte das Kunststück, seinen Titel in Überlingen zu verteidigen.

Peter Heller bei einem Volley. Er verteidigte bei den Überlingen Open seinen Titel.
Peter Heller bei einem Volley. Er verteidigte bei den Überlingen Open seinen Titel. | Bild: Jäckle, Reiner
Video: Jäckle, Reiner

Zeitler: „Besondere Veranstaltung“

Bei der Siegerehrung waren alle Beteiligten voll des Lobes. Oberbürgermeister Jan Zeitler sprach von einer „ganz besonderen Veranstaltung“, für die man sich im kommenden Jahr „etwas besonderes einfallen“ lassen müsse. Jürgen Hähnel vom Badischen Tennisverband schlug sogar vor, die Siegerehrung in den Bodensee zu verlegen. Auch die Spieler äußerten sich überaus positiv über das professionelle Umfeld. „Ihr habt alle einen Platz in meinem Herzen“, sagte ein sichtlich gerührter Louis Weßels, der über die Überlingen Open sagte: „Es ist jedes Jahr die beste Woche des Jahres für mich.“

Die Ballkinder, Linienrichter sowie Schiedsrichter und ITF Supervisor Norbert Peick (rechts hinten).
Die Ballkinder, Linienrichter sowie Schiedsrichter und ITF Supervisor Norbert Peick (rechts hinten). | Bild: Jäckle, Reiner

Sieger Peter Heller sagte, dass er sich wie bei einem ATP-Turnier fühle und er im kommenden Jahr sehr gerne wiederkommen werde, wenn er es nicht in die Qualifikation zu den US Open schaffen werde. Und dann hat er natürlich nur ein Ziel: „Wenn ich wiederkomme, hoffe ich natürlich, dass ich den Hattrick schaffen kann.“

Video: Jäckle, Reiner
Video: Jäckle, Reiner

Markus Dufner: „Es war eine sensationelle Turnierwoche“

Direkt nach dem Finale unterhielt sich der SÜDKURIER mit dem Turnierdirektor Markus Dufner von MCD Sportmarketing über sein Fazit und wagt einen Blick nach vorne.

Herr Dufner, wie fällt Ihr Fazit der Überlingen Open 2019 aus?

Durchweg positiv. Wir hatten eine sensationelle Turnierwoche mit einem vollen Haus die gesamte Woche über, vielen tollen Matches und vor allem mit einem packenden Finale. Darüber staunen nicht nur die Spieler jedes Jahr aufs Neue.

Gab es bereits erste Rückmeldungen?

Wir haben von Spielern, Zuschauern und vom Verband eine durchweg positive Resonanz erhalten. Darüber sind wir natürlich sehr glücklich und es zeigt sich, dass sich der ganze Aufwand Jahr für Jahr lohnt.

Wie schaffen Sie es, Jahr für Jahr ein Turnier auf die Beine zu stellen, das so positiv ankommt?

Das geht natürlich nur mit vielen Partnern, mit der Stadt, mit den Sponsoren und vor allem den beiden Vereinen TC Überlingen und TC Altbirnau. Im Hintergrund gibt es jede Menge Menschen, die dafür sorgen, dass es die Überlingen Open gibt. Wir haben uns mittlerweile als Tennis-Highlight am Bodensee etabliert und bieten eine wirklich außerordentliche Atmosphäre auf dem Platz.

Wird es auch 2020 die Überlingen Open geben?

Da können wir sicher sein (lacht). Ich hoffe, es gibt das Turnier noch viele viele Jahre.