Zu einer nicht alltäglichen Tierrettung ist die Freiwillige Feuerwehr Überlingen am Samstagnachmittag, gegen 14.30 Uhr, alarmiert worden. In der Stallung eines Pferdehofs im Ortsteil Deisendorf war ein Pferd gestürzt und konnte weder aus eigener Kraft aufstehen, noch mit Hilfe der anwesenden Reiterinnen und des Hofpersonals aufgerichtet werden. Durch die unnatürliche Lage in der engen Boxengasse drohten dem Tier Organschäden und Atemnot, schreibt die Feuerwehr.

Neben der zuständigen Ortsteilfeuerwehr rückte auch die Kernstadtwehr mit einem Kranfahrzeug und Spezialausrüstung für die Rettung von Großtieren an. Während die Feuerwehr die technische Rettung vorbereitete, wurde das Pferd durch den tierärztlichen Notdienst medizinisch versorgt.

Weil der Holsteiner Wallach im Inneren des Stalls lag, konnte das Kranfahrzeug aber nicht eingesetzt werden. Mit dem rasch organisierten Frontlader eines Feuerwehrangehörigen gelang es schließlich, das ehemalige Turnierpferd aus der Boxengasse zu hieven und auf eine schattige Wiese zu bringen. Dort wurde es stabilisiert und vom Tierarzt weiter behandelt.

Etwa 30 Minuten nach der Rettung konnte das Tier wieder aus eigener Kraft aufstehen. Augenscheinlich hat der Wallach den Sturz bis auf kleinere Blessuren gut überstanden. Die Feuerwehr war mit rund 15 Mann und vier Fahrzeugen im Einsatz.