Eine größere Einheit von Kräften der Wasserschutzpolizei machte sich am Mittwochmorgen auf Höhe der Goldbacher Kapelle und des ehemaligen Campingplatzes fertig für einen Einsatz im Bodensee. Ein Schlauchboot der Polizei fuhr heran, ein Teil der Beamten schwamm entlang des Ufers mit Schnorcheln, ein anderer Teil begab sich mit Taucherflaschen in die Tiefen des Bodensees. An dieser Stelle wurde am 9. Juni die 28-jährige Isabelle Kellenberger tot aufgefunden.


Die Umstände, die zu ihrem Tod führten, sich nach wie vor ungeklärt. Wie der Leitende Staatsanwalt Hans-Jörg Roth sagte, wurden nach Intervention von Rechtsanwalt Hans-Peter Wetzel, der die Eltern vertritt, weitere Ermittlungen eingeleitet, die zur Aufklärung des Todes führen sollen. Jedoch, so betonte Roth, habe der Einsatz der Polizeitaucher von Mittwoch nichts mit dem Fall Kellenberger zu tun. Vielmehr, so sagte ein Beamter der Wasserschutzpolizei, laufe derzeit im See vor Überlingen eine größere Übung für Polizeitaucher aus Baden-Württemberg.