Oberbürgermeisterin Sabine Becker teilte am Donnerstag mit, dass die Platanenallee vor dem Antritt des künftigen Oberbürgermeisters nicht gefällt würde. In einer von der Stadtverwaltung verschickten Pressemitteilung der Oberbürgermeisterin heißt es wörtlich: "Als Konsequenz aus dem Wahlergebnis vom vergangenen Sonntag ist es mir wichtig, der Bevölkerung mitzuteilen, dass die Platanenallee vorerst nicht gefällt wird. Gleichgültig wer am 27. November Oberbürgermeister/In wird, soll ab diesem Zeitpunkt die Möglichkeit haben, verantwortliche Gespräche mit der Bevölkerung in Sachen Platanenallee zu führen."

Weiter heißt es in dem von Becker formulierten Schreiben: "Deshalb werde ich dafür sorgen, dass die Platanenallee vor dem Antritt des zukünftigen Oberbürgermeisters/in nicht gefällt wird. Dies versichere ich auch für den Fall, dass die Petition vor diesem Zeitpunkt abgeschlossen sein wird."

Bislang hatte sich OB Becker dafür stark gemacht, die Allee zu fällen. Sie argumentierte damit, dass die Landesgartenschau nicht stattfinden könne, wenn die Allee stehen bliebe. Und sie hatte dem Gemeinderat empfohlen, einem von der Bürgergemeinschaft BÜB eingereichten Bürgerbegehren nicht stattzugeben. Gegen die Ablehnung ihres Bürgerbegehrens stellten Vorstandsmitglieder der BÜB einen Petitionsantrag beim Landtag, dessen Verfahren noch nicht abgeschlossen ist.

Roland Leitner, Geschäftsführer der LGS GmbH, teilte mit: "Die Stadt Überlingen und die Landesgartenschau Überlingen 2020 GmbH erarbeiten gerade gemeinsam die Voraussetzungen, um die Inhalte der geltenden Beschlusslage umzusetzen, genau das ist (u.a.) unsere Aufgabe, unsere Zeitplanung ist davon nicht berührt."

Am vergangenen Sonntag erhielt Sabine Becker im ersten Wahlgang zur OB-Wahl 17,3 Prozent, ihre Herausforderer Jan Zeitler 44,3 und Klaus Kirchmann 32,2 Prozent. Georg Müller, der sich für den Erhalt der Platanen eingesetzt hatte, kam auf 6,1 Prozent. Am 7. November treten Becker, Zeitler und Kirchmann zur Neuwahl an, Müller zog seine Kandidatur zurück.