Neue Wege beschreitet der Rotary-Club Überlingen bei der Förderung sozialer Projekte. Im Fokus stehen Start-ups und junge Unternehmen. Gesucht werden gemeinnützige Ideen, Projekte und Businesspläne, die nachhaltig sind, aber auch im Einklang mit den rotarischen Prinzipien stehen: „Ist es wahr, ist es fair, fördert es Freundschaft und guten Willen und dient es dem Wohl aller Beteiligten?“ Die erfolgsversprechendsten will der Club finanziell mit 30 000 Euro und Know-how aus den eigenen Reihen unterstützen.

Geschäftsidee muss gemeinnützig und nachhaltig sein

Für das Projekt SE-TOP (“Social Entrepreneur Take off Pitch“) können sich Personen, Institutionen, Vereine und Start-ups aus ganz Deutschland bewerben. Voraussetzung ist, dass die Geschäftsidee gemeinnützig und nachhaltig ist und Bezug zur Region hat. Bis zum 30. September sind die Bewerbungen per E-Mail einzureichen.

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Aus den Bewerbungen wählt ein Jurorenteam, bestehend aus Mitgliedern und prominenten Freunden des Rotary-Clubs Überlingen, bis zu acht Bewerber aus, die zum öffentlichen Pitch-Day am 16. November von 11 bis 16 Uhr in die Schule Schloss Salem eingeladen werden. Dort werden die Bewerber versuchen, die Jury in einer 15-minütigen Präsentation von ihren Geschäftsideen zu überzeugen. Die wird noch am selben Tag den oder die Gewinner ermitteln und bekannt geben. Die Fördersumme von 30 000 Euro wird, sollte es mehrere Gewinner geben, geteilt.

Konzept auf den sozialen Bereich übertragen

Manfred Kennel, Geschäftsführer der Funke Mittelstands GmbH und diesjähriger Präsident des Rotary-Clubs Überlingen, hat in seiner Unternehmensgruppe bereits zwei Mal einen Pitch zur Förderung industrieller Ideen für mittelständische Unternehmen umgesetzt. Das sei so erfolgreich gewesen, dass er die Idee hatte, das Konzept auf den sozialen Bereich zu übertragen und im Rotary-Club Überlingen offene Türen einrannte – auch wenn dafür zwei Jahre lang an anderen Projekten gespart werden muss.

Erschreckende Entwicklung der Gründerzahlen in Deutschland als Motivation

Der Club könne mit der Aktion eine starke öffentliche Wirkung erzielen, hofft Kennel. Ausschlaggebend für die Wahl des Projektes sei die erschreckende Entwicklung der Gründerzahlen in Deutschland gewesen: „Wir sehen einen starken Abwärtstrend. Im Jahr 2001 wurden 1,5 Millionen Unternehmen gegründet – 2017 waren es nur noch 557 000.“ Das wollen die Rotarier so nicht stehen lassen und hoffen, mit ihrem Projekt Menschen mit guten Ideen Mut zu machen – und auf viele Bewerbungen. Um dem Abwärtstrend etwas entgegenzusetzen – gerade in diesem so wichtigen gemeinnützigen Bereich.

Bewerbungen bis 30. September per E-Mail an info@se-top.de. Informationen und Vorlagen für die Bewerbung: www.se-top.de

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