Wenn jemand die Übergabe einer Garage mit Musik und schönen Reden feiert, dann muss es schon ein besonderes Bauwerk sein. Oder es besteht ein gewisser Erklärungsbedarf – wie beim Polizeirevier Überlingen. Darauf deutete auch die hochkarätige Besetzung der Gastgeber mit Hermann Zettler vom Ravensburger Amt für Bau und Vermögen des Landes, Ralph Papke vom Polizeipräsidium Einsatz in Göppingen und Gerd Stiefel vom Polizeipräsidium Konstanz hin.

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Nach deren Erläuterungen wies auch Baubürgermeister Matthias Längin darauf hin, dass das Projekt allein aufgrund des zentralen Standorts und der ergänzenden Werkstatt, Waschanlage und Funktionsräume für die Taucher mehr sei als eine große Garage. Über die hatten sich manche Spaziergänger, die vom Ufer her über den Seesportplatz blickten, zuletzt oft gewundert.

Fassade noch etwas gefälliger gestalten

Man werde darüber nachdenken, wie man die seeseitige Fassade etwas gefälliger gestalten könne, sagte Hermann Zettler auf Nachfrage. Dass es beim Bauantrag keine Extrawurst für das Land gegeben habe, betonte er ausdrücklich: „Auch wenn das Land baut, braucht es eine Baugenehmigung.“ Es hätte sogar noch einer Baulast der Stadt für Überfahrtrechte bedurft.

Gute Zusammenarbeit der beiden Einrichtungen

Doch hier habe die Stadt sehr konstruktiv geholfen. Positiv sei auch die Zusammenarbeit mit den beiden Einrichtungen der Polizei gewesen. „Wenn Vertrauen da ist, dann läuft es gut“, betonte Zettler. Auf 1,83 Millionen Euro bezifferte er die Kosten für das Gesamtprojekt, das zwischen dem Revier und dem Seesportplatz, teilweise auch in den zuletzt vom Finanzamt genutzten Räume des ehemaligen Forstamts realisiert wurde.

Baubürgermeister lobt zügige Abwicklung

Baubürgermeister Längin verwies auf die zügige Abwicklung und das Einvernehmen der Denkmalpflege. Aus Sicht der Stadt sei er froh, dass die Polizei ihre Infrastruktur hier verstärke. Umso mehr, als die Kommune dadurch die zuvor nur angemietete Fläche der Straßenmeisterei beim Nußdorfer Bahnhof habe erwerben können. Dort hatte die Wasserschutzpolizei zuvor noch einen Teil ihrer Ausrüstung gelagert.

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Die Synergien am Standort beim Polizeirevier hoben Ralph Papke und Gerd Stiefel für die Wasserschutzpolizei und das Präsidium ausdrücklich hervor. „Das Ergebnis kann sich sehen lassen“, erklärte Papke, zumal das Land noch den Wunsch der Wasserschutzpolizei nach einer beheizbaren Garage ermöglicht habe. Die Arbeit der Polizei könne nur so gut sein wie die Rahmenbedingungen, sagte der Göppinger, der in Vorbereitung seines dienstlichen Besuches am See nach eigenem Bekunden zugleich lernte, was es mit dem Teufelstisch auf sich habe.